Die Demokratische Partei verlangt eine öffentliche Entschuldigung von CSV-Parteipräsident Marc Spautz für dessen Facebook-Eintrag zum Thema “Kleeschen”.

In seinem Eintrag hatte sich Spautz am letzten Freitag darüber entrüstet, dass der Besuch des “Kleeschen” (Sankt-Nikolaus) und das Singen von “Kleeserchers”-Liedern in den Schulen verboten worden seien. Allerdings sagte er nicht, an welchen Schulen.

Obwohl Unterrichtsminister Claude Meisch das Ganze unverzüglich als falsche Gerüchte dementiert hat, wurde die Affäre zu einem leidigen Politikum. Zuletzt am Donnerstag unterstrich Meisch in Beantwortung einer Anfrage des DP-Abgeordneten Claude Lamberty noch einmal, dass es nie ein solches Verbot gegeben habe, auch nicht in Schifflingen, der Gemeinde von Spautz.

Gegeneinander ausspielen

Jetzt verlangt die DP eine öffentliche Entschuldigung von Marc Spautz. In der Affäre rund um ihren Parteipräsidenten Marc Spautz habe die CSV versucht, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen, um politischen Profit daraus zu ziehen.

Dabei sei auch nicht davor zurückgeschreckt worden, gezielt Gerüchte in die Welt zu setzen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Diese Art und Weise, Politik zu betreiben, gefährde den gesellschaftlichen Zusammenhalt und sei einer christlich-sozialen Volkspartei nicht würdig.

Politische Entgleisungen

Die Luxemburger Gesellschaft und die politischen Parteien müssten zusammen Nein sagen zu einer internationalen Entwicklung der politischen Diskussionskultur, die durch populistische und unsachliche Thesen das gesellschaftliche Zusammenleben untergraben.

Um jeglichen Zweifel darüber aus der Welt zu schaffen, fordert die DP vom CSV-Parteipräsidenten Marc Spautz eine öffentliche Entschuldigung für seine politischen Entgleisungen in dieser Affäre.

tageblatt.lu