2003/04 war die Lallinger Grundschule bereits einmal ausgebaut worden. Um acht zusätzliche Klassenzimmer war die 1952 errichtete Schule u.a. erweitert worden. Mit dem zweiten, gestern eingeweihten Ausbau kamen noch einmal sechs dazu.

„Nonnewisen“-Schule

o Beginn der Arbeiten:
Juni 2009

o Dauer der Arbeiten:
28 Monate

o Inbetriebnahme:
15. September 2011

o Kostenpunkt:
rund 28 Mio.

o Architektenbüro:
Auer+Weber+Assoziierte

Lallinger Ausbau Nr. 2

o Beginn der Arbeiten:
September 2009

o Ende der Arbeiten:
2011

o Kostenpunkt:
rund 6,5 Mio.

o Architektenbüro:
Hermann&Valentiny

Über 22 Klassensäle verfügt die Schule nun. Und über eine „Maison relais“. Und entspreche dadurch genau dem, was dem Escher Schöffenrat vorschwebt: „dass keng Schoul méi ouni Maison relais geplangt gëtt!“, so Bürgermeisterin Lydia Mutsch.

Die „Maison relais“ kann voraussichtlich im November dieses Jahres in Betrieb genommen werden und in einer nächsten Phase steht die Renovierung des alten Gebäudeteils auf dem Programm. In einer letzten Phase soll die Schule dann einen neuen Turnsaal bekommen, wie die Bürgermeisterin erklärte.

Eine beeindruckte Ministerin

Nach der Besichtigung des Neubaus und der noch nicht fertigen „Maison relais“ begaben sich die Gastgeber mit Unterrichtsministerin Mady Delvaux-Stehres zu den Nonnenwiesen, wo sich Sportminister Romain Schneider und Wohnungsbauminister Marco Schank der Einweihungsgesellschaft anschlossen. Gemeindearchitekt Luc Everling führte fachkundig durch die vor zwei Wochen in Betrieb genommene neue Schule.

Nach der Besichtigung einiger Klassenzimmer, für deren Gestaltung sogar Akustiker herangezogen wurden, bewegte sich der Gäste-Tross ins Untergeschoss, wo man bereits in der Sporthalle ungeduldig erwartet wurde.

Doch die Unterrichtsministerin hatte im Hintergrund die schimmernde Wasseroberfläche des Schwimmbeckens erblickt, huschte mit ein paar schnellen Schritten dorthin und gliederte sich, sichtlich beeindruckt, mit spitzem Mund zufrieden nickend wieder in die Karavane ein.

Zuversichtlich

Was sie dann in der Sporthalle erlebte, sollte bei ihr ebenfalls einen starken Eindruck hinterlassen. Dass eine Schule, an der alles neu ist, bereits nach zwei Wochen in der Lage ist, ein kleines Spektakel auf die Beine zu stellen, bei dem jeder Zyklus mitwirkt, fand sie laut eigenen Aussagen beeindruckend und gab sich zuversichtlich: „Dat ass eng Leeschtung. An et ass e gutt Omen“, so Delvaux-Stehres.

Die Schule entspreche den Vorstellungen, die man von einer modernen, auf die Herausforderungen von heute zugeschnittenen Schule habe. „Komplimenter, dGemeng Esch ka, wann se wëll“, so Delvaux-Stehres. „A si wëll“, ergänzte Bürgermeisterin Lydia Mustch.

Auch Sportminister Romain Schneider erklärte sich hoch zufrieden mit dem, was ihm geboten wurde, und hob in seiner Ansprache hervor, dass sich landesweit ein Trend abzeichne. Wo ein neuer Schulkomplex geplant werde, würden auch immer darin integrierte Sportanlagen mit eingeplant. Was kurze Wege ermögliche und beispielsweise Fahrten mit dem Bus zum Sportunterricht überflüssig mache.

Alle Bedingungen erfüllt

Dass Wohnungsbauminister Marco Schank der Einweihungszeremonie ebenfalls beiwohnte, hatte eine ganz einfache Bewandtnis. Der Gesetzgeber erlaube seinem Ministerium die Bezuschussung eines Schulprojekts, wenn in dieses die „garde denfants“ integriert sei, erklärte Schank. Und bei dem Projekt „Wunnen am Park“, welches einmal 1.500 Einwohner zählen soll und für das die neue Schule einen elementaren Baustein darstellt, seien alle Bedingungen für eine Bezuschussung erfüllt.

Es sei übrigens die erste Schule, die sein Ministerium mit bis zu 50 Prozent bezuschusse, unterstrich Schank. Esch habe mit diesem Projekt Pioniergeist bewiesen.

sz