Wir freuen uns, eine der erfolgreichsten Fluggesellschaften der Welt auf Findel willkommen zu heißen“, sagte der Geschäftsführer von Luxairport, Fernand Brisbois, am gestrigen Dienstag im Rahmen der Ankunft des ersten Fliegers von Turkish Airlines.

Der geschäftliche Hintergrund: Turkish Airlines will den Flughafen Istanbul zum Hub ausbauen. Von dort aus werden über 230 Ziele in der Welt angeflogen, unter anderem in Asien und auch in Afrika. Die Gesellschaft hofft nun auf Kunden, die in Luxemburg ins Flugzeug steigen, um über Istanbul ihr endgültiges Ziel zu erreichen. Traditionell fliegen die Luxemburger nach Frankfurt, London, Brüssel oder Paris, um ihre Anschlussflüge zu erhalten. Neben Istanbul versuchen derzeit noch andere Flughäfen, beispielsweise Dubai, diese Rolle als „Hub“ zu spielen.

“Tägliche Flüge nach Istanbul”

Neben Reisenden, die Istanbul als Hub benutzen möchten, rechnet die Gesellschaft noch mit Touristen und Geschäftsleuten aus Luxemburg als Kunden. In Zukunft hofft Turkish Airlines dann, tägliche Flüge nach Istanbul anbieten zu können.
Turkish Airlines ist, nach Vueling, bereits die zweite Fluggesellschaft, die dieses Jahr neu vom Luxemburger Flughafen aus startet, erklärte Transportminister Claude Wiseler. Außerdem „hoffen wir, in diesem Jahr zum ersten Mal die Marke von zwei Millionen Passagieren am Findel zu knacken.“

Françoise Hetto-Gaasch sieht die neue Fluglinie auch als eine gute Möglichkeit für Touristen aus Asien, um nach Europa zu gelangen. Wirtschaftsminister Etienne Schneider bezeichnete die neue Fluglinie als „Meilenstein“ in den Beziehungen beider Länder. Es gebe immer noch viel Potenzial, um mehr Handel miteinander zu treiben.

Gleich mit dem ersten Flugzeug ist dann auch eine Wirtschaftsdelegation aus der Türkei nach Luxemburg gekommen, darunter der türkische Wirtschaftsminister Zafer Çaglayan. Für Dienstag und Mittwoch waren eine Reihe von Seminaren und Treffen geplant. „Die Türkei ist die 17.-größte Volkswirtschaft der Erde“, betonte der türkische Wirtschaftsminister am Dienstag vor Journalisten. Und das Land „ist die Nummer sechs unter den Tourismuszielen der Welt.“ Daneben gab er sich erfreut über die Fortschritte bei den EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei. „Die Türkei ist der östlichste Teil Europas – und der westlichste Asiens. Eine Europakarte ohne die Türkei ist nicht komplett“, fügte er hinzu.

Christian Muller/Tageblatt.lu