Vianden gilt als letzte Ortschaft des Landes, die während des Zweiten Weltkriegs durch die US-Armee von den Nazis befreit wurde. Die Amerikaner erreichten erst am 12. Februar 1945 das Mittelalterstädtchen.

Von Olivier Halmes

Es sollte danach noch weitere zehn Tage dauern, ehe die deutschen Soldaten ebenfalls aus der Unterstadt vertrieben werden konnten. Am 22. Februar wurde eine Bailey-Brücke über der Our errichtet und der US Army gelang es schließlich, die Ortschaft zu sichern.

Beim Kriegsdenkmal auf dem Belvedère in Vianden fand diesbezüglich am Sonntag (10.2.) eine Gedenkzeremonie statt. Bürgermeister Henri Majerus ging in seiner Rede auf die Ereignisse vor 74 Jahren ein. Bei dem zähen Ringen um das Städtchen wurden damals 35 Häuser total zerstört, 47 Wohnungen waren indes danach unbewohnbar. Die übrigen Gebäude erlitten teils schwerste Beschädigungen durch die Kampfeinsätze.

Das menschliche Leid war zudem damals sehr groß. Nicht nur Soldaten ließen damals ihr Leben, auch unter der Zivilbevölkerung gab es Opfer zu beklagen. Der Bürgermeister erinnerte ebenfalls am Sonntag an jene Einwohner aus Vianden, die im Krieg ihr Leben verloren, sowie an die Zwangsrekrutierten, Deserteure und Umgesiedelten. Es sollten noch drei Jahre nach Kriegsende ins Land ziehen, ehe am 28. Februar 1948 Leo Eydt als letzter Viandener aus russischer Gefangenschaft zurückkehren konnte.

 

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