Zwei Männer, die unabhängig voneinander Benzin in den Ausguss geschüttet haben sollen, stehen deshalb derzeit in Luxemburg vor Gericht. Sie müssen nun mit einer Geldstrafe rechnen.

Der erste Fall einer mutmaßlichen Umweltverschmutzung trug sich in Schifflingen zu. Am 9. September soll ein Mann seinen VW Beetle versehentlich mit Sprit statt Diesel betankt haben. Als dem Angeklagten sein Missgeschick auffiel, soll er kurzerhand den Tank mit einem Schlauch geleert haben. Anschließend ließ er das Benzin in die Kanalisation laufen zu lassen.

Vor Gericht meinte der Verteidiger des Mannes am Freitag, dass sein Mandant erst 2017 nach Luxemburg gezogen sei. Er beherrsche die luxemburgische Sprache noch nicht und habe auch nicht gewusst, dass man Benzin nicht in die Kanalisation schütten darf. Der Angeklagte soll die Kosten für die Reinigung übernehmen.

Explosionsgefahr

Der zweite Fall ereignete sich 8. April 2018. Auf dem Parkplatz neben den Einrichtungen des Swift Hesperingen auf dem „Holleschbierg“ soll ein Mann ebenfalls Benzin in die Kanalisation geschüttet haben. Im Sportzentrum soll es danach überall nach Benzin gerochen haben. Die Rettungskräfte ließen die Gebäude daraufhin wegen erhöhter Explosiongefahr evakuieren.

In beiden Fällen forderte der Vertreter der Staatsanwaltschaft gestern eine Geldstrafe. Die beiden betroffenen Gemeinden traten indes nicht als Nebenkläger auf und verzichteten somit auf Schadensersatz. Beide Urteile werden am 22. Februar gesprochen.

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