Die Mandarine zählt auch bereits eine ganze Reihe von bekannten Unterstützern, darunter zahlreiche Politiker wie z.B. der luxemburgische Staatsminister Xavier Bettel.

Das Motto ist eigentlich ganz einfach. In Luxemburg soll die Mandarinen-Seite mehr Unterstützung erhalten als populistische und rechtsradikale Seiten. Auch wenn sich die Website in einem lustigen Gewand präsentiert, ein Stück Obst als Metapher für eine Meinung benutzt und dem Problem des Rassismus mit Humor und Kreativität begegnet, ist der Hintergrund allerdings ein sehr ernster.

Abbau von Vorurteilen

Ausschlagend für den Erfolg der „Mandarine“ ist die Empörung zahlreiche Menschen über andere Facebook-Seiten und Diskussionen in den sogenannten sozialen Medien, in denen lautstark gegen Ausländer und Grenzgänger gewettert wird und rassistische Kommentare und Vorurteile sich regelrecht überschlagen. Das Phänomen des rechtspopulistischen Gepöbels in den sozialen Netzwerken löst auch Besorgnis bei den Jungsozialisten aus, die sich am Donnerstag per Pressemitteilung zu Wort gemeldet haben. Rechtsextreme Äußerungen in den sozialen Medien sowie „Stammtisch-Rassismus“ seien in Luxemburg nämlich keineswegs nur mehr ein Randproblem, so die JSL. Es gelte, verstärkt Sensibilisierungskampagnen zu unterstützen, die Vorurteile gegen Ausländer, Grenzgänger und Migranten abbauen.

Das Schaffen von Perspektiven sowohl im Job als auch in der individuellen Lebensplanung (Wohnung, Familie, …) entziehe zudem jeglichen rechtsextremen Thesen den Nährboden für deren Verbreitung, so die jungen Sozialisten.

M.Cl./Tageblatt.lu