27. Januar 2017 06:58;Akt: 27.01.2017 16:44

Rechtliche Konsequenzen? Fehlanzeige

UMWELT

Ausgleichszahlungen in Milliardenhöhe, Manager, die vor Gericht gezogen werden: Der VW-Abgas-Skandal hat in den USA seine Spuren hinterlassen. In Luxemburg passiert vorerst ... nichts.

 (Bild: Julian Stratenschulte/dpa)

So in etwa kann man die Antwort von François Bausch, Minister für nachhaltige Entwicklung und Infrastruktur, auf eine parlamentarische Anfrage des LSAP-Abgeordneten Yves Cruchten interpretieren.

Der Hauptgrund hierfür liegt in der Art und Weise, wie die Autos in Luxemburg besteuert werden. Hierzulande würden Fahrzeuge nach ihren CO2-Emissionen besteuert und nicht aufgrund der im Zuge des Skandals manipulierten Stickstoffwerte (NOx), heißt es in der Antwort des Ministers. Ein direkter Schaden für den Verbraucher sei somit nicht entstanden.

Aufgrund von Aussagen des CEO der Volkswagen-Gruppe, es gebe möglicherweise Unregelmäßigkeiten bei den CO2-Werten, waren mehrere Kontrollen durchgeführt worden. Allerdings konnten keine auffälligen Werte gemessen werden. Sowohl das Ministerium als auch die SNCH würden den weiteren Verlauf der Affäre genauestens verfolgen. Yves Cruchten verwies im Gegenzug auf eine internationale Studie des International Council on Clean Transportation, die belegt, dass die Autos auf den Prüfständen viel weniger CO2 und damit auch Kraftstoff verbrauchen als unter realen Bedingungen. 2001 hätten Messungen Abweichungen von neun Prozent ergeben. Mittlerweile seien es allerdings durchschnittlich 42 Prozent. Es habe den Anschein, als würde die gesamte Innovationskraft der Autobauer in Tricksereien fließen, um die herkömmlichen Tests zu täuschen, so der Abgeordnete.

Neue Prozeduren notwendig

Doch auch hier sieht der Minister eher schwarz. Die Prüfstände seien momentan streng reglementiert, man sei sich allerdings der Diskrepanzen zwischen Labor und Straße bewusst.

Seit 2015 seien deswegen schon mehrere europäische Gesetze erlassen worden, die die Labortests an die realen Straßenbedingungen anpassen sollen. Zusammen mit neu eingeführten Testsystemen erhoffe man sich in Zukunft realistischere Angaben der Autohersteller.

Sidney Wiltgen

  • O2 & H2O am 27.01.2017 10:03 Report Diesen Beitrag melden

    Das Einzige, was passiert ist, dass wir weiterhin von immer fetter werdenden genüsslichlegalrauchendstinkenden Schrottimern vergast werden. Die Luft, ein Allgemeingut, ein Geschenk von den Pflanzen an andere Lebewesen, wird u. a. durch den anziehenden Grenzverkehr immer mehr durch CO2 und Feinstaub belastet, die Krebsrate steigt ins Unendliche und wir Menschen löschen uns selbst, zusammen mit allen anderen Lebewesen, die wir nur als Objekte im Sinne unserer Bedürfnisbefriedigung sehen, tagtäglich ein Stück weiter aus mit unserm Wirtschaftswachstumsradiergummi u. zahlen mit Leben u. Gesundheit

    • K. Diesel am 27.01.2017 13:31 Report Diesen Beitrag melden

      Jetzt soll der Grenzverkehr schuld sein! Und der Durchgangsverkehr? Und alle Einheimischen die Dieselfahrzeuge kauften nur weil der Kraftstoff etwas billiger und die Fahrzeuge weniger verbrauchen. Auch wenn auf Kurzstrecken (weniger als 25-30 km) die Abgassysteme nicht funktionnieren! Luft die wir einatmen, kein Problem!

    • Toni3 am 27.01.2017 22:08 Report Diesen Beitrag melden

      Die Grünen sagen: "Es ist alles ok. Die getricksten Laborwerte, wofür die Wagen speziell vorbereitet werden, sind streng überwacht und auch ok." Wenn ich daran denke, dass es vor einigen Jahren noch fette Verschrottungsprämien gab, um neue Drecksschleudern zu finanzieren, wurde der Staat auch angeschmiert.

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