OGBL kritsiert

17. Januar 2012 16:06; Akt: 17.01.2012 16:54 Print

Die Krux mit dem Index und der RenteDie Krux mit dem Index und der Rente

Außerordentliche Sitzung des OGBL–Nationalvorstands am Dienstag: Die Gewerkschaft sieht Nachholbedarf bei der Rentenreform und Hindernisse bei der Indexmanipulation.

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Der OGBL-Vorsitzende Jean-Claude Reding sucht neue Wege zur Finanzierung der Rente. (Bild: Tageblatt-Archiv)

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Falls die Indexmanipulation wie geplant in Kraft tritt, werde der OGBL bei zukünftigen Kollektivvertragsverhandlungen auf Entschädigungen für den Verlust von Kaufkraft pochen. Dies würde die Verhandlungen nicht vereinfachen, heißt es am Dienstag von der Gewerkschaft. Die Mehrheit der Abgeordneten werde sich nicht gegen die Pläne der Regierung zur Indexmanipulation stellen, so der OGBL-Vorsitzende Jean-Claude Reding. Aber die Parlamentarier sollten wissen, dass sie für einen Kaufkraftverlust stimmen, und für eine finanzielle Unterstützung der Unternehmen.

In den vergangenen Jahren seien die Arbeitnehmer mit insgesamt 1,4 Milliarden Euro unterstützt worden, mit der jetzigen Indexmanipulation würden es insgesamt 2 Milliarden sein.
Es werde keine Kontrolle geben, was die Unternehmen mit diesem Geld machen. Wird es in neue Arbeitsplätze investiert, oder lediglich die Gewinnspanne verbessert?, fragt Reding.

14 Prozent weniger Rente

Bei der Vorlage zum Gesetz zur Rentenreform gibt es für den OGBL noch zahlreiche Hindernisse. An den Grundprinzipien des aktuellen Rentensystems soll sich laut Regierungsvorschlag nichts ändern. Mit 57 oder mit 60 kann man in Rente gehen, sofern man 40 Beitragsjahre aufweisen kann. Das legale Rentenalter bleibt bei 65 Jahren. Um in den Genuss der vollen Renten zu kommen, muss ein Arbeitnehmer jedoch in Zukunft länger arbeiten.

Hier fürchtet der OGBL Einbußen bei der Rente von bis zu 14 Prozent. Um auf die gleiche Rente zu kommen, müsste man drei Jahre länger arbeiten, so die Berechnungen des OGBL.
Gesundheitlich seien, zahlreiche Menschen nicht in der Lage länger als bis zum 65. Lebensjahr zu arbeiten. Zudem kommen Jugendliche heute, bedingt durch lange Studienzeiten, immer später auf den Arbeitsplatz.

Neue Wege gehen

Um das finanzielle Gleichgewicht des Pensionssystems zu wahren, müsse man auch über die Einkommensseite nachdenken. So ist der OGBL nicht dagegen, dass die Beiträge angehoben werden. Selbst über Ferienjobs sollte in die Rente einbezahlt werden können, fordert der OGBL.

Die Gewerkschaft ist bereit seine Basis für eine weitere Großdemonstration zu mobilisieren, falls die Regierung stur auf ihrem Kurs in Sachen Index und Pensionsreform bleibt, heißt es am Dienstag.

(Tageblatt.lu)

Kommentare (2 Kommentare)
  • Sin Mier méi blöd wéi Belge?
    Ech verstinn daat Gesabbels a Gebraddels net méi.Belge awer oeni grouess Ennergangs Théorien vu sech ze gin hunn am Januar em Salariat eng Indextranch vun3'47% ausbezuelt.Do muss én awer sech emol froen op Mier nöt déi blöd sin and Belge eng besser Regierung hun wéi Mier
    von: armand hoffmann am: 18.01.2012 07:40
  • Desaster!
    Beiträge erhöhen bedeutet in der Zukunft eine höhere Rente bekommen. Löst das irgendwelche Probleme: NEIN. Der Fehler liegt im System, aber da traut sich der Minister nicht ran; er will sich ja nicht die Finger verbrennen wie einst sein Kollege Lux mit der Autosteuer!
    von: MarcT am: 17.01.2012 17:05
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