Schulreform

22. November 2011 14:09; Akt: 02.12.2011 14:26 Print

Delvaux soll auf Vorprojekt verzichtenDelvaux soll auf Vorprojekt verzichten

LUXEMBURG - Das Unterrichtsministerium soll bis auf Weiteres keinen Gesetzentwurf zur Reform des Sekundarunterrichts vorlegen. Das fordern die Lehrergewerkschaften SEW und Apess.

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Während des Treffens der Lehrer mit Schulministerin Mady Delvaux am Dienstag vor einer Woche. (Bild: Pierre Matgé)

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Vor genau einer Woche hatten sich Lehrer und Schulministerin Mady Delvaux verbal massiv angegriffen. Nun fordern die Lehrergewerkschaften SEW und Apess, die Ministerin möge auf die Veröffentlichung des Entwurfs eines Gesetzprojektes vorerst verzichten. Delvaux hat derlei Dokument für den 5. Dezember 2011 in Aussicht gestellt. Er soll dann mit Lehrern, Schülern und Eltern diskutiert werden.

SEW und APESS hatten am Dienstag vor einer Woche bei einer Lehrerversammlung mit Delvaux im Forum Geeseknäppchen harsche Kritik an Schulministerin Delvaux ausgeübt. Eine Mehrheit der Lehrer hatte den Saal verlassen, nachdem Delvaux die Repräsentativität der anwesenden Lehrer angezweifelt hatte.

Grundlinien der Reform vereinbaren

Die Gewerkschaften rufen die Ministerin nun auf, sich vor der Veröffentlichung eines Vorprojekts mit den „Schulpartnern“ über die Grundlinien der geplanten Reform zu verständigen. Sie fordern eine grundlegende Diskussion unter anderem über die Bedeutung der Sprachen und der Allgemeinbildung in der Schule, über die Zahl der Sektionen/Dominanten in der Sekundarschule, über den Umfang und die Bedeutung der Hausarbeit bei der Beförderung in die nächste Schulklasse sowie über die automatische Beförderung von 7e auf 6e. Eben jene Fragen, über die sich Lehrer und Ministerin vor einer Woche in Luxemburg nicht verständigen konnten.

Kritik an Unterrichtsministerin Delvaux äußert auch der Fachverband LCGB-Privatschulen. Sie werfen der Ministerin mangeldne Dialogbereitschaft. Insbesondere bedauern sie, dass sie nicht zur geplanten Schulreform gehört werden. Eine bereits im August beantragte Unterredung habe bisher nicht stattgefunden, heißt es in einer Mitteilung am Dienstag. Mittlerweile arbeiten über 1.000 Lehrer in Privatschulen.

(Tageblatt.lu)

  • Eric Heinen am 23.11.2011 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Weiderhin, ze behapten et giff emmer nemmen NEE gesot ass ze einfach an strikt falsch. Ech giff eng Reform begréissen, mä net enner deer Form, wéi se elo um Dësch läit. Punkt. Wat virun allem mol rem misst geschéien wär, dass Kanner vun doheem aus geléiert géiffen, dass een an der Schoul, an fir d’Schoul och eppes muss SCHAFFEN. Mä déi fehlend intrinsesch Motivatioun bei der Majoritéit vun de Schüler haut, kann ganz einfach zu kengen groussartegen schouleschen Resultater féieren. Do kann de Proff nach sou gudd an engagéiert sin, an eng riisen Show ofzéien, ouni eegen Arbescht leeft naicht.

  • Eric Heinen am 23.11.2011 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    Weiderhin, ze behapten et giff emmer nemmen NEE gesot ass ze einfach an strikt falsch. Ech giff eng Reform begréissen, mä net enner deer Form, wéi se elo um Dësch läit. Punkt. Wat virun allem mol rem misst geschéien wär, dass Kanner vun doheem aus geléiert géiffen, dass een an der Schoul, an fir d’Schoul och eppes muss SCHAFFEN. Mä déi fehlend intrinsesch Motivatioun bei der Majoritéit vun de Schüler haut, kann ganz einfach zu kengen groussartegen schouleschen Resultater féieren. Do kann de Proff nach sou gudd an engagéiert sin, an eng riisen Show ofzéien, ouni eegen Arbescht leeft naicht.

  • Eric Heinen am 23.11.2011 16:13 Report Diesen Beitrag melden

    Beleidegungen zeugen net vun méi Niveau... Fannen et heibai interessant, dass Kommentaren vum Tageblatt zougeloss gin, wou Leit carrément beleidegend als "domm" bezeeschent gin?!