Die Buchler-Brücke wird während der nächsten zwei Jahre vergrößert und erneuert. Infos hierzu gab es jetzt auf einer Pressekonferenz. Die Bauarbeiten haben gestern begonnen und werden eine große Tragweite haben.

Die Brücke verbindet das Viertel „Gare“ mit Bonneweg und ist wegen der Nähe zum Bahnhof ein Hauptverkehrsknoten für Autofahrer und Zugreisende. „Die neue Brücke wird stark verbreitert und multimodal sein“, sagt François Bausch („déi gréng“), Minister für Mobilität und öffentliche Arbeiten, und erklärt: Vorgesehen sind sechs Fahrbahnen sowie Platz für zwei Tramlinien, einen Radweg und Fußgängerüberwege. Die Straßenbahn soll im September 2021 bis nach Bonneweg und Ende 2022 bis Cloche d’Or fahren. Im März wird die südliche Seite der Brücke abgerissen und erneuert, bevor das Gleiche mit dem nördlichen Teil erfolgt. Im Herbst wird ein Teil der Südseite mit einer zusätzlichen Metallkonstruktion weiter ausgebaut.

Einen Schwerpunkt bei der Planung stelle die Koordination mit der CFL dar, die bereits vor zwei Jahren begonnen hat. Dass sich der Hauptbahnhof gerade ebenfalls im Umbau befindet, mache das Ganze nicht leichter, so Bausch weiter. An 60 kurzzeitigen Unterbrechungen des Bahnverkehrs an Wochenenden und 13 längerfristigen Sperrungen komme man in den nächsten zwei Jahren nicht vorbei. Auch Fußgänger und Busverkehr müssen mit Behinderungen rechnen. Für die Autofahrer wird der Verkehr weiterhin in beide Richtungen laufen, doch mit einer Fahrspur weniger. Die neue Brücke ist auch Teil des Projekts einer neuen Nationalstraße N3. Nach der Fertigstellung wird die alte N3, also die route de Thionville, verkehrsberuhigt sein. Die Kosten der Arbeiten belaufen sich auf 25,2 Millionen Euro.

1 Kommentar

  1. Toll. So ganz nebenbei werden uns da im Namen von Tram und “mobilité douce” auch noch zwei usätzliche Autospuren verklickert. Als Teil einer neuen Nationalstrasse mit vermutlich noch mehr Verkehr (auf der zurückgebauten “route de Thionville wird” der ja wohl nicht au Null zurückgehen). Als ob es keine “Rocade de Bonnevoie” gäbe ….

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