19 junge Menschen werden Anfang 2021 in eine neue Wohnung im Rümelinger Stadtzentrum einziehen können. Dann wird das von der Gemeinde getragene Projekt abgeschlossen sein.

Ursprünglich sollten die Wohnungen bereits 2017 übergeben werden. Doch u.a. wegen Personalengpässen war der Baubeginn verzögert worden. Insgesamt wird das Projekt gegenüber der Pfarrkirche 3,5 Millionen Euro gekostet haben, wovon der Staat jedoch einen erheblichen Teil übernimmt. Der Gemeinderat hatte vor kurzem einen zusätzlichen Kostenvoranschlag gebilligt. Damit wurde der Preisentwicklung seit dem ursprünglichen Projekt und dem Erwerb von Mobiliar Rechnung getragen. Die Wohnungen werden, die Zustimmung des Gemeinderats vorausgesetzt, jungen Menschen bis 26 Jahren zur Verfügung gestellt werden. Eine oder zwei Wohnungen werden behindertengerecht eingerichtet.

Damit wolle man junge Menschen unterstützen, die ins Berufsleben einsteigen oder noch auf Arbeitssuche sind, sagt Bürgermeister Henri Haine (LSAP). Ihnen wird das bis zu 20 Quadratmeter große Zimmer auf drei Jahre gegen eine moderate Miete überlassen. Auf jeder Etage des vierstöckigen Hauses werden die Bewohner eine Gemeinschaftsküche und einen Gemeinschaftsraum finden. Um Studentenwohnungen handele es sich nicht, betont Bürgermeister Henri Haine. Ein entsprechendes Angebot hatte die Uni.lu vor Jahren ausgeschlagen, da man auf größere Strukturen setzte, so Haine. Man wolle jungen Menschen, die sich noch keine eigene Wohnung auf dem regulären Markt leisten können, eine Wohngelegenheit geben. Die Bewohner können sozial begleitet werden, etwa vom SNJ, der ihnen bei der Arbeitssuche helfen kann.

Fassade wurde erhalten

Durch den Neubau wird dieser Straßenabschnitt sein ursprüngliches Aussehen nicht verlieren. So wurde die Fassade eines der beiden Häuser erhalten, die alte Bausubstanz dahinter verschwand. Das zweite Gebäude, ein nicht schützenswertes Einfamilienhaus, fiel dem Bagger zum Opfer. In Rümelingen sei glücklicherweise nicht alles abgerissen worden, sagt Haine. Wenn man schon als Gemeinde die Gelegenheit dazu habe, sollte man schützenswerte Bausubstanz erhalten, zumindest die Fassade. Zur Erhaltung des „Dorfcharakters“ beitragen wird auch der Lebensmittelladen, der im Erdgeschoss vorgesehen ist. Erster Ansprechpartner dafür sei ein lokaler Geschäftsmann. Eine weitere, seit kurzem ebenfalls in Gemeindebesitz befindliche Nachbarimmobilie soll in das aktuelle Projekt integriert werden. Hier könnten zwei Sozialwohnungen entstehen. Der Innenhof wäre als Fahrradabstellplatz geeignet.

Wie hoch die Mieten sein werden, ist noch nicht klar. Berücksichtigt werde die finanzielle Lage der Interessenten. Und bei Sozialfällen werde man sich an die staatlichen Vorgaben halten, sagt Haine. Mit hohen Einnahmen rechnet die Gemeindeführung jedoch nicht. lmo

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