Als erster des Brautpaars hatte Erbgroßherzog Guillaume begleitet von seiner Mutter und Großherzogin Maria-Teresa die Kirche betreten, nachdem sie von Erzbischof Jean-Claude Hollerich begrüsst worden waren. Wenige Minuten später erschien die Braut, Stéphanie de Lannoy am Arm ihres Bruders Jean. Die Braut trug ein beige-farbenes Kleid mit einer vier Meter langen Schlaufe.

Die Zeremonie begann mit einer Gedenkminute für die verstorbene Mutter von Stéphanie, Alix de Lannoy. In der Kathedrale hatten rund 1400 Personen Platz genommen. Die Feier verfolgten jedoch auch mehrere Tausend Personen vom Knuedler aus. Dort war die Trauung auf einer Großleinwand übertragen worden.

Wenige Minuten nach 13.00 Uhr verließen Guillame und Stéphanie unter Glockenläute die Kathedrale. Eine Ehrenkompanie von Armee und Polizei stand mit hoch erhobenen Schwertern Spalier.

Die Zuschauer, die während Stunden draußen auf diesen Augenblick gewartet haben, zücken die Fotokameras.

Nur wenig Zeit bleibt für den lang ersehnten Schnappschuss. Das Paar steigt schnell in einen mit Blumengirlanden geschmückten dunkelblauen Bentley. Im Schritttempo geht die Fahrt zum großherzoglichen Palast. Dort wird das Paar auf dem Balkon erwartet.

Vor dem Palast hat sich eine große Menge angesammelt. Jene die auf dem Knuedler das Spektakel unter strahlendem Wetter vor der Großleinwand verfolgt hatten, waren lange vor Ende der Messe schnellen Schritts zum Palast gelaufen. In der Rue de la Reine war bereits kurz nach 13.00 Uhr kein Quadratmeter mehr frei.

In der Zwischenzeit treffen die Mitglieder der Adelshäuser im Palast an. Ein letzter Wink und dann verschwinden Könige, Königinnen und Thronnachfolger durch die Eingangstür.

Um 13.30 Uhr erscheinen Guillaume und Stéphanie auf dem Balkon. Ein kurzer Kuss und die Menge bricht in Jubeln aus. Dann zum Schluss, umarmt Guillaume seine Stéphanie noch einmal. Noch ein Kuss und das Publikum kreischt vor Freude. Das Paar winkt den Zujubelnden zu und zieht sich zurück.