Zum mittlerweile 19. Mal luden das Kulturamt, die Kommission für Integration der „Forge du Sud“ und das Kulturzentrum „opderschmelz“ zur Feier der Kulturen ein. Ziel dabei ist, Leute verschiedener Nationen zusammenzubringen, um gemeinsam zu feiern.

Von Frank Barone

In der Tat vermischten sich die Gäste verschiedenster Nationen in und vor dem großen Zelt vor dem Rathaus, wo am Samstagabend und am Sonntag gratis Konzerte angeboten wurden. Aber auch für den kulinarischen Genuss war gesorgt, so wurden im Festzelt und an diversen Ständen lokaler Vereine rundum leckere Spezialitäten aus verschiedenen Ländern angeboten. So konnte man sich zwischen sehr vielen internationalen Gerichten und kleinen Happen entscheiden, u.a. salzige und süße Leckereien aus Ägypten, Nepal, Portugal, Spanien, aber natürlich auch aus Luxemburg.

Das Kulturfest startete um 16.00 Uhr und rund eine Stunde später legte DJ Gea Russel aus Großbritannien als erster musikalischer Act auf und sorgte bereits am Anfang für eine gute Stimmung unter den vielen anwesenden Gästen. Er war es auch, der den Samstagabend mit seinen Beats nach Mitternacht abschloss.

Kleine Tanzanlagen zu portugiesischer Folklore

Weiter ging es mit „Tuna Musicatta Contractile“ + „Tuna Feminina de economia do Porto“, die mit ihrer portugiesischen Folkloremusik und den sympathischen kleinen Tanzeinlagen bei einem immer größer werdenden Publikum für Freude sorgten.

Eine Stunde später brachte das gewollt skurrile „Bernard Orchestre“ mit seinen Blasinstrumenten und der arabisch angehauchten rhythmischen Musik gute Stimmung in die Veranstaltung. In ihren sportlichen Retro-Outfits verstanden es die Belgier, ihr Publikum zu unterhalten, und legten auch mal eine choreografierte Tanzeinlage aufs Parkett.

Von kubanisch bis kreolisch

Um 21.00 Uhr stand dann mit „CaboCubaJazz“ eine für den Grammy nominierte Band in Düdelingen auf der Bühne. Sie spielt Musik, die als eine gekonnte Mischung aus kreolischer, kubanischer und Jazzmusik beschrieben werden kann.

Da war dann auch die Zeit gekommen, wo das Publikum im und um das Zelt anfing, die Hüften zur Musik zu bewegen. Es wurde getanzt und gefeiert, was letztendlich der niederländischen Band mit ihrer fantastischen preisgekrönten Sängerin zu verdanken war. Gegen 22.30 Uhr begeisterte dann die ebenfalls aus den Niederlanden kommende Band „Mauskovic Dance Band“ mit ihrer außergewöhnlichen Mischung aus karibischen Klängen und Synthi-Einflüssen aus den 80ern.

Reise durch Raum und Zeit

Am Sonntagmorgen ging es um 10.30 Uhr wieder los mit Gea Russell, der dann um 13.00 Uhr von „JJ Gitans“ aus Luxemburg abgelöst wurde. Hier waren rhythmische Gitarrenklänge und melodische Violine tonangebend. Die Band selbst bezeichnet ihre Musik als „Zigeunerjazz“.

Im Anschluss überzeugte die französische Combo „As Malick and The Tribe“ mit ihrer Mischung aus Hip-Hop, Rock und Pop. Die nächste Gruppe, die „Fanfare Olaïtan“ aus dem französischsprachigen Benin, der Geburtsstätte des Voodoo, ließ die Perkussions- und Blasinstrumente gepaart mit typischem Gesang zu einer afrikanisch klingenden Einheit verschmelzen.

Mit dem musikalischen und kulinarischen Angebot quer durch die Kulturen überzeugte die „Fête des cultures“ auch dieses Mal wieder die zahlreich erschienenen Gäste.

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