Die DP-CSV-Koalition löst ein Wahlversprechen ein: Rund 25 Millionen will sie für eine neue „Maison relais“ mit Sporthalle und Bewegungsraum sowie Produktionsküche ausgeben. Der Schulkomplex soll direkt neben der Grundschule entstehen. Die Entscheidung kommt auch beim Personal des Kinderhorts gut an. 

Nicht nur der Gemeinderat hat das Projekt am Freitag ( 15.11.) mit den Stimmen der CSV, DP und „déi gréng“ mehrheitlich durchgewinkt. „Den Kindern werden jeden Tag rund 40 Minuten Stress erspart“, sagt Yves Kirps (48), „Chargé de direction“ der Monnericher „Maison relais“, die bislang an drei Standorten vertreten ist. Vor allem für die ganz Kleinen im Alter von vier, fünf und sechs Jahren, die momentan am Standort „um Weier“ neben dem Friedhof untergebracht sind, ist es eine echte Entlastung. Sie sparen den täglichen Weg dorthin.

Dass das Projekt in der Nähe der Schule verwirklicht wird, kommt nicht nur den Kindern zugute. „Das Personal hat mit den Kindern keine längeren Wanderungen entlang der Straße oder einen Bustransfer nach der Schule zu beaufsichtigen“, sagt Kirps vor dem Hintergrund, dass der Kinderhort in den Ferien rund 60 Stunden pro Woche geöffnet ist und während der Schulzeit rund 30 Stunden. Es ist eine Art zweites Zuhause für die Kinder. „Viele Eltern nutzen diese Öffnungszeiten komplett aus“, meint Kirps.

Standort „Park Molter“ verworfen 

400 Kinder besuchen derzeit die neben dem Rathaus gelegene Grundschule. Mit der gestrigen Entscheidung ist der von der vorhergehenden Mehrheit im Rathaus favorisierte Standort „Park Molter“ verworfen. Im Park hätten die Kinder zwar eine schöne, ruhige und naturnahe Umgebung, aber sie müssten weiterhin Wege auf sich nehmen – und sogar eine gefährliche Kreuzung meistern. Es handelt sich um die Gabelung am Restaurant „Klensch“, wo die rue de Reckange auf die rue de Limpach trifft. Sie liegt am Weg von der Schule dorthin. In Spitzenzeiten fahren dort nach Rathausangaben in einer Viertelstunde durchschnittlich 275 Pkws vorbei. „Als ich noch in der Opposition war, habe ich in den Diskussionen gefragt, wie die Kinder da sicher rüberkommen sollen“, sagt der jetzige CSV-Bürgermeister Jeannot Fürpass.

Wenn die alten Gemeindeateliers hinter dem Rathaus – neue sind gerade in der „Monnerecher Kopp“ im Bau – abgerissen sind, entsteht weiterer Platz neben der Schule. Parkplätze und Verkehr wird es dort ebenfalls nicht mehr geben. Kinderfreundlich und alles nah beieinander – das ist die Devise. Die Pläne, die der Bürgermeister zeigt, unterstreichen den Wunsch. Rund 25 Millionen Euro sollen die Arbeiten kosten. „Von unserer Seite wurde nachträglich der Wunsch berücksichtigt, dass es zwei schallisolierte Räume gibt, wo Musikunterricht stattfinden kann“, sagt Krips im Namen der Belegschaft. „Viele Kinder können nachmittags nicht in die Musikschule, weil beide Eltern arbeiten und wir den Transport nicht leisten können.“ Knapp fünf Millionen Euro Förderung steuert die Regierung zum Neubau bei. „Das Investitionspotenzial ist bei der Gemeinde vorhanden“, sagt Bürgermeister Fürpass. Neue Anleihen werden trotzdem fällig. Im Frühjahr 2020 sollen die ersten Arbeiten beginnen, 2022/23 ist die Fertigstellung geplant.

Industriezone Foetz wächst 

Der zweite wichtige Punkt der gestrigen Sitzung betrifft die Vergrößerung der Industriezone in Foetz. Sie sei wegen der guten Anbindung an gleich zwei Autobahnen, die A4 und die A13, sehr beliebt. Das haben Mitarbeiter von ansässigen Betrieben dem Gemeindechef erzählt. Die Anfragen nach weiteren Quadratmetern, um sich niederzulassen, musste er bisher bei diesen Gelegenheiten ablehnen. Gestern sind mit einstimmigem Votum 3,5 Hektar hinzugekommen, um Betrieben, die nach Foetz wollen, etwas anbieten zu können.

Fürsorge für die Senioren

Etwas über 30 Senioren leben in dem von der Gemeinde betriebenen “A Bosselesch” – es könnten und müssten – angesichts der Bevölkerungsentwicklung – mehr sein. In diesem Jahr hat die Kommune zwei daneben liegende Häuser erworben, um das Heim ausbauen zu können. 60 Senioren sollen dann dort leben können. Der Plan ist langfristig, vor 2023 wird er nicht fertig sein, heißt es aus dem Rathaus.  Zusammen mit dem Pflegeheim, das als interkommunales Heim von Reckingen, Dippach und Mondercange am Standort Wickringen betrieben werden soll, werden es dann rund 100 Plätze sein.

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