Ein „plébiscite de tous les jours“, so nannte Großherzog Henri – in einem Zitat von Ernest Renan – die enge Verbindung zwischen Frankreich und Luxemburg, die sich noch nie so nahegestanden haben wie heute. Großherzog Henri sprach am Freitagabend anläßlich des Gala-Diners zu Ehren von François Hollande im großherzoglichen Palast in Luxemburg.

Die Großregion sei längst kein Labor mehr, sondern ein konkretes Arbeitsfeld, das es im europäischen Gedanken weiter auszubauen gelte, sagte der Staatschef in seiner Ansprache und appellierte dabei an Frankreich, innerhalb Europas eine konzeptuelle und intellektuelle Rolle zu spielen.

Das neue Zusammenleben zwischen beiden Nationen machte er aber auch an der Uni Luxemburg fest, die viele französische Studenten anziehe. Die Wissensplattform, die in Belval entsteht, öffne neue grenzüberschreitende Perspektiven. Der zwischen Paris und Luxemburg verkehrende TGV bringe die „Stadt der Lichter“ näher
an Luxemburg und ermögliche dadurch einen fruchtbaren kulturellen Austausch. Die gemeinsame Sprache sei darüber hinaus ein Instrument des Austauschs, über das Luxemburg ins französische Kulturleben eintauche.

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