2020 wird es eine weitere Auflage des Festivals “Francofolies” in Esch geben. Allerdings nach einem anderen Modus als bei der Premiere im Jahr 2018.

Vergangenes Jahr fand in Esch eine Testauflage des bekannten Festivals statt, mit Konzerten von zehn Solokünstlern und Bands. Kulturschöffe Pim Knaff wertet sie durchaus als Erfolg, betonte aber am Mittwoch bei der Vorstellung der 2020er-Auflage, dass man jetzt einiges anders machen würde. Fest steht: Vom 12. bis zum 14. Juni 2020 wird ein überarbeitetes Konzept auf die Besucher warten. Vorgesehen sind unter anderem Open-Air-Konzerte auf dem Galgenberg, Auftritte in der Kulturfabrik, der Rockhal und dem Theater sowie Animationen im Stadtzentrum.

Das Festival sei mehr als nur ein Ort, wo kulturelle Aktivitäten stattfinden, unterstrich Knaff. Es soll auch ein Ort der Besinnung sein, der Menschen vereint. Auch die Nachhaltigkeit wird großgeschrieben: Der ökologische Fußabdruck soll beim Event möglichst gering sein.

Vorbote von “Esch 2022”

Schließlich seien die “Francofolies” auch ein Vorbote von “Esch 2022”. Das Event soll die europäische Dimension der Stadt widerspiegeln und fest in der Kulturagenda der Gemeinde verankert werden, verkündete Bürgermeister Georges Mischo. Aus diesem Grund kommt dem Line-up eine wichtige Rolle zu: Namhafte Künstler wie Véronique Sanson, Arno, Izïa, Mayra Andrade, Yuzmv, Chaild, Ryvage und Ben Entendeur werden in Esch auftreten, unter anderem auf drei Bühnen auf dem Galgenberg. Für zwei davon muss der Besucher Eintritt bezahlen (Stehplätze: 50-54 Euro, Sitzplätze: 63-70 Euro), am dritten Standort auf dem “Gaalgebierg” sind die Auftritte gratis.

Tickets werden ab Ende des Jahres auf der Internetseite www.francofolies.lu verfügbar sein. Die Organisatoren rechnen mit rund 6.500 Besuchern täglich. Die Gemeinde lässt sich das dreitägige Event dann auch etwa kosten: Insgesamt 1,3 Millionen Euro sind für den Haushalt 2020 vorgesehen.

International

Das Musikfestival “Francofolies” wurde 1985 in Larochelle in Frankreich gegründet. 2017 zog es 155.000 Besucher an. Ab 1989 wurde es auch an anderen Orten organisiert, zunächst in Montréal und später in Luxemburg. Die allgemeinen Ziele der Veranstaltung seien überall die gleichen, sagte Gérard Pont, der Direktor der “Francofolies” in Larochelle. Es gehe in erster Linie darum, französische Chanson und die französische Sprache im Ausland zu fördern.

Eine Besonderheit hierzulande sei die Multikulturalität, betonte Loïc Clairet, der Koordinator des Events in Esch. Neben den zahlreichen portugiesischen, kapverdischen und italienischen Mitbürgern kommen noch viele Grenzgänger hinzu. Die Organisatoren hoffen, den Geschmack all dieser Menschen mit dem Festival zu treffen. Auf jeden Fall seien sie bestens vorbereitet für 2020.

Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Julien Clerc war 2018 einer der Headliner des Festivals.

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