Die erste Auflage des “Rock am Minett” in der Escher Jugendherberge war am Samstag ein voller Erfolg und ein zahlreicheres Publikum hätte wohl noch mehr zur guten Stimmung beigetragen.

Die beiden eingeladenen Bands Run Jessy und Right to Roam sorgten bis 23 Uhr für ein abwechslungsreiches musikalisches Programm und füllten den Escher Bahnhofsviertel mit rockigen Klängen. Run Jessy aus Thionville boten ihr Lieblingsgenre an, das aus Metallica, Avenged Sevenfold und AC/DC besteht.

Die Deutschen Right To Roam erweiterten die Palette mit Coversongs von Iron Maiden und Guns n’ Roses sowie mit gelungenen Eigenkompositionen. Da beide Bands befreundet sind, kam es vor, dass einige Songs zusammen auf der Bühne vorgetragen wurden, was zur Sympathie des Abends beitrug.

“Mit diesem Event feiern wir auch den ersten Geburtstag der Jugendherberge”, erklärte Martine Backendorf, Veranstaltungskoordinatorin der “Les Auberges de la jeunesse luxembourgeoises Asbl.”, und fügte hinzu: “Es hat sich so ergeben, dass dieses Jahr keine Band aus Luxemburg mit dabei ist, aber das wird sich in den kommenden Jahren ändern.”

Auch unterstrich sie, dass die Bühne allen Bands, die interessiert sind, das ganze Jahr hindurch zur Verfügung steht, Jam- und Open-Mic-Sessions willkommen sind und dass das Animationsprogramm der Jugendherberge sehr reichhaltig ist: Außer Konzerten, Workshops und Quizabenden gab es auch schon eine Lesung für Kinder und eine Ausstellung bei der “Nuit de la culture”. Es wird mit Public Viewing beim Finale der Fußballweltmeisterschaft im Juli, einem bretonischen Abend im September und “Blues am Minett” mit der Gruppe Crossroads im Oktober weitergehen.

“Die Jugendherberge soll fester Bestandteil der kulturellen Landschaft im Minett werden”, so Backendorf, “und bei Esch 2022 tatkräftig mitwirken.” Es wird auch sehr auf den pädagogischen Aspekt geachtet, da sich viele Familien, Gruppen und Schulklassen zu einem Aufenthalt in der Jugendherberge melden. “Wir bieten Aktivitäten an und stellen Animateure zur Verfügung, die entweder hausintern sind oder die wir bei unseren Partnern anfragen”, erläuterte Backendorf.

Das klassische Image einer Jugendherberge mit großen Schlafgemächern und schlechtem Kantine-Essen ist längst überholt. Stattdessen bietet ein professionelles Management eine qualitative Unterkunft und exzellente Köche leckere Menüs. Für Backendorf soll eine Jugendherberge vor allem ein Ort der Begegnung und des Austauschs sein. “Auch der Begriff ‘Jugend’ ist nicht mehr auf ein bestimmtes Alter begrenzt, sondern ist individuell zu betrachten”, schlussfolgerte sie, “denn jung ist derjenige, der jung im Herzen geblieben ist.”

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