Das Wetter war durchwachsen, mal schauerte es, mal brannte die heiße Augustsonne den Künstlern auf die Haut: Am vergangenen Samstag fiel der Startschuss zum diesjährigen „gare art festival“, dem 14. internationalen Bildhauersymposium in Folge.

Das von der Vereinigung „Animation Gare“ in enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin Florence Hoffmann organisierte Event wird von der AIESM (Internationale Vereinigung zur Förderung der Bildhauerei), der Stadt Luxemburg und der CFL unterstützt und steht unter der Schirmherrschaft des Kulturministeriums. Beim Symposium steht jedes Jahr ein anderes Ausgangsmaterial zur Schaffung der Kunstwerke im Mittelpunkt: Holz, Stein, Metall … Für die Ausgabe 2014 hat man sich, so Florence Hoffmann, auf Beton geeinigt. Ein Material, das sich auf verschiedenste Art und Weise verarbeiten lässt. Im Rahmen eines Projekt-Wettbewerbs wurden die Künstler ausgewählt.

Verschiedene Techniken

Die Jury entschied sich schließlich für Yvette und Nora Gastauer (Luxemburg), Cosmin Hiristea (Rumänien), Kristina Yosifova (Bulgarien), Thierry Lauwers (Belgien), Maurizio Perron (Italien) und Eduardo Waxemberg (Argentinien). Die sieben Künstler haben im Laufe der vergangenen Tagen mittels verschiedener Techniken ihre Plastiken vor den Augen der Passanten realisiert. Figürliche Skulpturen, wie die Arbeit von Yvette und Nora Gastauer, „Rencontres à la gare“, sind darunter, aber auch abstrakte.

Einzelne Künstler wie die Bulgarin Kristina Yosifova, deren Projekt „Broken Wave“ heißt, zogen die Gusstechnik vor, andere wiederum, wie der Belgier Thierry Lauwers (sein Werk heißt „Je suis liberté“), arbeiteten mit Drahtgerüsten und Holzwolle, auf die der Beton dann schichtweise aufgetragen wurde. Ähnlich gingen auch der Rumäne Cosmin Hiristea bei seiner „Losange dynamique“ und der Argentinier Eduardo Waxemberg („Depps II“) vor. Die Arbeit „Curtain“ des Italieners Maurizio Perron ist wiederum ebenfalls in Betonguss entstanden. Wer den Künstlern bei den letzten Detailarbeiten an ihren Werken zusehen möchte, kann dies noch heute tun.

Am Samstagabend dann schließt das Atelier unter freiem Himmel auf dem Pariser Platz seine Tore. Die Plastiken werden anschließend am Sonntag im Hauptbahnhof aufgestellt, wo sie bis zum 18. September zu sehen sind.

f.b./Tageblatt.lu