Mit der „Ecole primaire“ entsteht das letzte der drei Gebäude der „Ecole internationale de Differdange et d’Esch-sur-Alzette“ (EIDE) auf einem ganz neuen Schulcampus. In der gestrigen Gemeinderatssitzung wurde über das Projekt, die Pläne und die Vorfinanzierung abgestimmt.

Die „Ecole primaire“, eine modern gestaltete Infrastruktur, wird später Platz für insgesamt 435 Schüler bieten, darunter 60 Schüler des „Préscolaire“. Das Gebäude soll im Viertel Arboria an der Stelle entstehen, wo sich momentan noch die „Hall La Chiers“ befindet. Vorgesehen sind 15 Klassenräume für die Grundschule und drei für den „Préscolaire“.

Die Schule soll nach dem Prinzip einer Ganztagsschule funktionieren. Auf zwei Etagen gibt es deswegen neben den Klassenzimmern viele zusätzliche Räume wie ein Rollenspiel-Raum, ein Ruheraum oder auch ein Kreativraum. Daneben wird eine kleine Sporthalle gebaut. Eine Bibliothek ist genauso eingeplant wie ein Restaurant, jedoch ohne Produktionsküche. Außerdem entstehen zwei große Pausenflächen mit einem Naturspielplatz.

Triple-A und LED-Lichter

Das energieeffiziente Gebäude mit Triple-A-Zertifizierung wird mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet und ein Gründach mit integrierter Fotovoltaikanlage erhalten. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 34,624 Millionen. Das Projekt wird Differdingen am Ende nichts kosten. Es läuft über eine Vorfinanzierung und die Gemeinde baut für den Staat. „Es ist ein Bauprojekt mit großer Tragweite“, sagte gestern der zuständige Ressortschöffe Tom Ulveling (CSV). Auf dem zukünftigen Campus werden später über 1.000 Schüler ein- und ausgehen. Die Ausschreibung soll Anfang Juni beginnen. Der Baustart ist für Oktober vorgesehen und die Fertigstellung für Anfang April 2020.

Gemeinderat Erny Muller (LSAP) ging auf die Diskussion um den Zweck der „Ecole internationale“ ein, die kürzlich im Ministerium aufgekommen sei: „Unsere Wirtschaft dreht nur, wenn wir die Nicht-Luxemburger mit einbeziehen.“ Es sei wichtig, den Kindern die Verbindung zur Luxemburger Gesellschaft näher zu bringen. Das sei jedoch schon gut im Schulstoff verankert. Für Gary Diderich („déi Lénk“) ist es ein architektonisch interessantes Gebäude und das Konzept einer Ganztagsschule sei unterstützenswert. Um die Eingliederung der Schüler in die Luxemburger Gesellschaft zu fördern, sei es wichtig, die Eltern miteinzubeziehen.

Der Gemeinderat stimmte schließlich mit 18 Ja-Stimmen für das Projekt. Laut Bürgermeister Roberto Traversini („déi gréng“) würden die Gemeindeverantwortlichen gerne noch weitere „Lycées“ in Differdingen sehen. Damit nicht mehr so viele Kinder woanders zur Schule gehen müssten.

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