Bei Rettungseinsätzen können Motorräder von großem Nutzen sein. Die Notfallzentren von Remich und Schengen haben fünf solcher Maschinen. Am vergangenen Samstag wurden sie offiziell vorgestellt.

Eigentlich beginnt alles in Schwebsingen. Dort sitzen vor einigen Jahren ein paar Freunde zusammen und begeistern sich für die Idee von Motorrädern im Rettungsdienst. Zwei Beispiele gibt es damals schon, nämlich das Rote Kreuz und die Berufsfeuerwehr. Aus der Idee wird Wirklichkeit, und so kommt es, dass die Notfall- und Rettungszentren von Remich und Schengen 2017 ein erstes Motorrad anschaffen.

Heute sind es insgesamt fünf. Die kommen vor allem bei den großen Sportereignissen an der Mosel zum Einsatz. Beim Halbmarathon der „Route du vin“, beim Ironman, bei Radrennen oder bei sonstigen Veranstaltungen, wo es von Vorteil ist, wenn man auf nur zwei Rädern unterwegs ist. Ausgestattet sind sie mit allem, was man als „First Responder“, also als erster Sanitäter, vor Ort benötigt, um schnell Hilfe leisten zu können.

Zu was diese Motorräder hinsichtlich Schnelligkeit und Wendigkeit wirklich fähig sind, hat sich auch im August dieses Jahres gezeigt. Auf der Autobahn kam es wegen des Ferienreiseverkehrs zu längeren Staus.

Die Automobilisten mussten stundenlang unter der prallen Sonne ausharren. „Mit den Motorrädern konnten wir zwischen den Autos durchfahren und Wasser verteilen“, berichtet Tom Konsbrück, Verantwortlicher der Zentren in Remich und Schengen. Nun sind diese Maschinen seit ihrer Anschaffung eigentlich nie offiziell vorgestellt worden. Das wurde am vergangenen Samstag nachgeholt. In Anwesenheit der Minister Taina Bofferding und Henri Kox kam es zur offiziellen Überreichung der Helme – und das in Schwebsingen, wo alles begann.

Tom Konsbrück, Chef der Zentren in Remich und Schengen, überreicht Ministerin Taina Bofferding ein kleines Geschenk. Lachender Dritter, links im Bild: Michel Gloden, der Bürgermeister von Schengen.

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