An einer Bürgerbefragung zur Unesco-Kandidatur bezüglich des „Man and Biosphere“-Labels haben sich über 500 Menschen beteiligt. Mehr als 1.000 Ideen wurden zusammengetragen. Das 250 Seiten umfassende Dossier wird Ende September abgegeben.

Das 1971 in der Unesco begründete „Man and Biosphere“-Programm will wirtschaftliche Entwicklung und Naturschutz in ausgewiesenen Gebieten in Einklang bringen. Mittlerweile sind insgesamt 700 Gebiete in 120 Ländern als Biosphärenreservate ausgewiesen. Unter den Bewerbern befindet sich Luxemburgs Südregion, die von den elf Pro-Sud-Gemeinden vertreten wird.

Am 21. Mai wurden die Ergebnisse der Bürgerbefragungen der vergangenen vier Monate sowie die Leitlinien des Projektes vorgestellt. Die teilnehmenden Gemeinden haben zusammen mit drei Schulen – dem Lycée Guillaume Kroll, dem Lycée des Garçons in Esch und der Internationalen Schule in Differdingen – aus über 1.000 Ideen 104 Projektvorschläge konzipiert. Es habe sich herauskristallisiert, dass in Zukunft viel mehr zusammengearbeitet werden soll, erklärt Pro-SudPräsident Roberto Traversini.

Die Lyzeumsschüler interessierten sich insbesondere für die Entwicklung der Natur in den Städten, Müllvermeidung, den Kampf gegen Plastik und die Entwicklung der sanften Mobilität.

104 Projektvorschläge

Die Kernpunkte des Dossiers stehen nun fest. Dazu gehören unter anderem die Aufwertung des industriellen Erbes, die Vernetzung der kulturellen Institutionen, der sanfte Tourismus oder die Nachhaltigkeit des Kulturhauptstadtprojektes „Esch 2022“.

Lokale Produkte sollen entwickelt und eine Beobachtungsstelle für Artenvielfalt aufgebaut werden. Die zuständigen Stellen arbeiten derzeit an einem entsprechenden Verwaltungs- und Finanzierungsplan. Dabei wird besonders viel Wert auf nationale, grenzüberschreitende und internationale Partnerschaften gelegt.

Die Abgabe des Dossiers ist am 30. September vorgesehen. Die Entscheidung soll im Frühjahr 2020 erfolgen.

In nächster Zeit sollen die elf Gemeinderäte in Sachen Unterstützung für die MAB-Kandidatur Stellung beziehen. Es sei ein Plus, wenn sich die Gemeinden positiv äußerten, hofft Traversini. Heute hat der Differdinger Gemeinderat die Gelegenheit dazu.

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