Am Samstagmorgen schlenderte LSAP-Parlamentarier Ben Fayot über das Glacis Feld. “Ich erledige wie jeden Samstagmorgen meine Einkäufe – ich werde mich von der Prinzenhochzeit kategorisch fernhalten und mich der Gartenarbeit widmen,” so der Fayot gegenüber Tageblatt.lu. “Ich stehe dieser Zeremonie sehr kritisch gegenüber. Mich stört die ganze Vorgehensweise. Dass der Luxemburger Staat in eine kirchliche Zeremonie miteingebunden wird, ist absurd. Die kirchliche Hochzeit sollte Privatssache sein und keine Staatsangelegenheit.

Der LSAP-Abgeordnete Ben Fayot. (Bild: Olivier Nassimbeni)

Dem frisch verheiratetem
Paar muss ich allerdings gut heißen, dass sie den Schritt ins Rathaus am
Freitag gewagt haben. Dennoch: Die Monarchie, wie sie jetzt ist, sollte nur als Bindungsmitglied in der Gesellschaft funktionieren. Dass im
Parlament das Galadinner stattgefunden hat, finde ich persönlich deplaziert. Ich habe mich lange gegen dieses Vorgehen, dass die Chamber zu privaten Zwecken benutzt wird, gewehrt. Mit diesem Schritt wurde das Parlament entwürdigt,” so der Parlamentarier weiter.

Erste royale Hochzeit

Lisa und Johanna sind zwei junge Frauen, die am Samstagmorgen aus Saarbrücken angereist sind. Es ist ihre erste royale Hochzeit.

“Wir sind furchtbar aufgeregt und hoffen, einen bekannten Adligen zu sehen.” Zunächst wollen die beiden alles auf der Leinwand verfolgen. Später geht es zum Palast.

Aus Nancy angereist

Die französische Rentnerin Jeanne ist eigens für die Hochzeit aus Nancy angereist. “Ich habe fast 20 Jahre in Luxemburg gelebt und als Juristin für den europäischen Gerichtshof gearbeitet. Ich kenne Guillaume von klein auf. Ich freue mich für die beiden.”

Jeanne wartet bereits seit dem frühen Morgen auf dem Knuedler um am Public viewing teilzunehmen.

30 Audi A8 gesponsert

Nach Tageblatt.lu-Informationen stellte ein Autogroßhändler aus Luxemburg 30 Limousinen der Marke Audi A8 für die Hochzeit zur Verfügung. Wert pro Wagen: 170.000 Euro.

Tageblatt.lu