Der Umbau der 25 Luxemburger Einsatzentren der Protection civile und der 142 Feuerwehrkorps in das Etablissement public mit dem Namen “Corps grand-ducal d’incendie et de secours” (CGDIS) geht stetig voran – und bringt unter anderem neue Ausbildungssysteme, Führungsstrukturen oder auch die Einführung des Digitalfunks mit sich.

Video mit Material von Centre d’Intervention Schifflange / Musik: “Straight” Bensound.com

Um sich auf all das einzustellen, bedarf es natürlich entsprechender Aus- und Weiterbildung. Da es aber bei den meisten Feuerwehren an geeigneten Übungsobjekten fehle, hat die Feuerwehr Schifflingen mehrere Mitglieder in ein Trainingszentrum im deutschen Weeze geschickt, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr. Um die Übungen umso größer gestalten zu können, sind auch noch Feuerwehrleute aus Monnerich, Esch/Alzette, Lintgen und Goesdorf mitgekommen.

Die “Training Base WEEZE” wurde auf einem ehemaligen britischen Fliegerstützpunkt installiert und bietet rund 38 Hektar Platz. Von Wohnungs- und Garagenbränden über Zugunfälle, Höhenrettungen bis zu Flugzeugbränden kann hier fast jedes erdenkliche Szenario simuliert werden.

Übungen an vier Objekten

Die Luxemburger haben zunächst durchaus alltägliche Situationen geübt: die Bekämpfung des Brandes einer Garage, welche an ein Wohnhaus angebaut ist, sowie die Bekämpfung von Zimmerbränden. Später wurde der Schwierigkeitsgrad deutlich erhöht, sodass alle angereisten Staffeln gleichzeitig koordiniert werden mussten. So musste etwa der simulierte Brand einer Werkstatt mit eigener Autogarage bewältigt werden.

Zum Abschluss des Tages stand dann auch noch das ehemalige Café und Restaurant der Base in Brand. Vor allem das Feuer in einem Keller bedeutete eine besondere Herausforderung – bei praktisch “Null-Sicht” und enormer Hitze mussten sehr lange Schlauchleitungen verlegt werden. Cheftrainer Peter Kraft war jedoch sehr zufrieden. Da, wo noch Fehler gemacht wurden, wurden diese in einem Briefing besprochen – um sie im Ernstfall zu vermeiden.

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