Der luxemburgische Nationalfeiertag wird jedes Jahr am 23. Juni gefeiert. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts ist es eine Tradition hierzulande, den Geburtstag des Herrschers zu feiern. Das Datum hat sich im Laufe der Geschichte aber geändert. Wilhelm III wurde am 17. Februar geboren. Trotzdem wurde 1850 der Feiertag auf den 17. Juni verlegt, dem Geburtstag seiner Frau, der Königin Sophie. Man wollte den Geburtstag nicht zu nahe am Todestag des Bruders des Monarchen, Prinz Alexander, der am 20. Februar 1848 gestorben ist, feiern.

Unter der Herrschaft der Großherzogin Charlotte fiel die Feier auf den 23. Januar, mitten im Winter. Die Feiern waren deswegen nicht gut besucht. Deshalb wurde 1961 entschieden, den Großherzoginnengeburtstag auf den 23. Juni zu verlegen. Dieses Datum wurde auch unter Großherzog Jean beibehalten. Und auch unter dem aktuellen Großherzog Henri hat das Datum weiterhin Bestand.

Feiern überall in Luxemburg

Schon am Vorabend des eigentlichen Nationalfeiertages wird quer durch das Land schon ausgiebig gefeiert. In vielen Städten und Ortschaften werden Volksfest, mit Musik organisiert und es werden Feuerwerke abgeschossen. Vor dem großherzoglichen Palast wohnen viele Zuschauer der Ablösung der Garde bei. Die großherzogliche Familie zeigt sich auf dem Balkon des Palastes. Anschließend feierte das großherzogliche Paar in Mondorf während Erbgroßherzog Guillaume und seine Frau Stéphanie es sich in Esch/Alzette gut gehen ließen.

Am Dienstagmorgen ab 10.00 Uhr findet dann die offizielle Zeremonie anlässlich des Nationalfeiertages in der hauptstädtischen Philharmonie statt. dort werden unter anderem Großherzog Henri, Parlamentspräsident Mars Di Bartolomeo und Regierungschef Xavier Bettel eine Rede halten. Des Weiteren ist die Überreichung von Auszeichnungen vorgesehen.

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