Überraschend hatte US-Außenminister John Kerry einen Besuch zu den Atomgesprächen nach Genf angekündigt. Nun wurde bekannt, dass auch der französische Außenminister Laurent Fabius zu den Gesprächen mit dem Iran reist.

Ein Textentwurf werde diskutiert und Fabius sei der Ansicht, dass dies ein Zeitpunkt sei, “der wichtig sein könnte und eine Diskussion auf Ministerebene erfordere”, sagte ein Sprecher des französischen Außenministers in Paris zur Begründung für die überraschende Reise.

Durchbruch in Sicht

Nach jahrelangem Stillstand könnte es bei den Atomgesprächen mit dem Iran nun einen Durchbruch geben. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hatte gesagt, er halte eine Übereinkunft bei den Atomgesprächen in Genf bis Freitagabend für möglich. Die internationale Gemeinschaft drängt den Iran seit Jahren, bei seinem Atomprogramm überprüfbar sicherzustellen, dass es nicht militärisch genutzt wird.

Westliche Regierungen verdächtigen den Iran, insgeheim an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Teheran bestreitet dies und beharrt auf seinem Recht zur zivilen Nutzung der Kernenergie. Der Iran erhofft sich von den Verhandlungen eine Aufhebung der internationalen Sanktionen, die schwer auf dem Land lasten.

AFP/Tageblatt.lu