Dieses Denkmal erinnert an die von der deutschen Wehrmacht zwangsrekrutierten Luxemburger, die während des Zweiten Weltkriegs in russische Gefangenschaft geraten waren. Sie wurden im sowjetischen Sammellager Tambow inhaftiert und kamen erst 1946 nach langen diplomatischen Verhandlungen zwischen Russland und Luxemburg wieder frei. Von den 18.000 Inhaftierten, Elsässer, Lothringer und Luxemburger, kamen ein Drittel ums Leben. 167 Luxemburger kamen nicht mehr zurück.

Der Ursprung des Projektes geht auf ein Zusammentreffen zwischen Jean-Claude Juncker und dem früheren russischen Präsidenten Dimitri Medwedew im August 2010 in Sochi zurück. Beide Politiker einigten sich damals, ein Denkmal in Tambow, rund 450 km von Moskau entfernt, zu errichten. Auch der russische Botschafter in Luxemburg hatte sich damals für das Projekt eingesetzt. Das Denkmal steht vor dem Tambower Friedhof “Peter und Paul” und wurde vom Luxemburger Staat finanziert.

Im Anschluss an die Einweihung wurde eine Vereinbarung zwischen der Luxemburger Handelskammer und der Region Tambow über eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit unterschrieben.

Tageblatt.lu