Schwere Gewitter, Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h und heftige Regenfälle wurden angekündigt. Nur eine Stunde später donnerte und blitzte es heftig. Vielerorts blieb es dabei, doch aus manchen Ortschaften wurden gestern Schäden durch die Unwetter gemeldet. Besonders heftig traf es Colmar-Berg. Laut Berichten von Augenzeugen soll sich am späten Mittwochnachmittag über dieser Ortschaft ein kleiner Wirbelsturm gebildet haben, der aus Richtung Bissen kommend in Richtung Norden über einen Teil der Ortschaft Colmar-Berg gezogen ist und auf seinem Weg für großen Schaden gesorgt hat.

Auf dem Stade Grand-Duc Henri wurden die Reservebänke mitsamt den Betonsockel aus ihren Halterungen gerissen und zerstört, ein Tor knickte unter der Kraft des Sturms einfach um, umgestürzte Bäume liegen auf dem Spielfeld der AS Colmar-Berg. Im benachbarten Park im Kern der Ortschaft wütete der Wirbelsturm mit einer derartigen Kraft, dass rund 20 Bäume mitsamt ihrem Wurzelstock aus dem Boden gerissen wurden. Sparzierwege sind unpassierbar geworden. Aus Sicherheitsgründen ist der Park im Moment gesperrt.

Aufräumarbeiten nach dem Sturm

Schäden werden ebenfalls aus dem Park des großherzoglichen Schlosses gemeldet. Hier sind ebenfalls mehrere Bäume umgestürzt, einige davon richteten nicht unwesentlichen Schaden an der Mauer rund um den Schlosspark an. Am Donnerstagmorgen waren bereits Arbeiter mit den Reparaturarbeiten an dieser Mauer beschäftigt. Die daran entlang führende Straße nach Welsdorf musste für jeglichen Verkehr gesperrt werden.

Oberhalb des Schlosses, entlang der Hauptverbindungsstraße über Karelshof nach Mertzig, mussten am Donnerstagmorgen ebenfalls eine Vielzahl von umgestürzten Bäumen von den Gemeindearbeitern entfernt werden. Kleinere Straßen, wie die rue Homecht zum Beispiel, waren unter umgestürzten Bäumen begraben. Es werden wohl noch einige Tagen vergehen, bis dass alle Schäden beseitigt sind.

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Roger Infalt