Polen: Smolensk-Unglück

09. Februar 2012 17:41; Akt: 09.02.2012 17:55 Print

Vize-Chef von Spezialeinheit entlassenVize-Chef von Spezialeinheit entlassen

Im Zusammenhang mit der Smolensk-Katastrophe und dem Tod von Ex-Präsident Lech Kaczynski muss der Vizechef der polnischen Spezialeinheit BOR gehen.

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Im April 2010 starb der damalige polnische Präsident Lech Kaczynski und 95 weitere Personen, darunter die Frau des Staatsoberhauptes bei einem Flugzeugabsturz bei Smolensk (Russland). (Bild: dpa)

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Innenminister Jacek Cichocki entließ den General der für die Sicherheit der Regierung zuständigen Einheit BOR am Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft hatte ihm zuvor Mängel bei der Vorbereitung des Fluges nach Smolensk im April 2010 vorgeworfen. Die polnische Präsidentenmaschine war beim Anflug auf die russische Stadt abgestürzt.

Zusammen mit Kaczynski und seiner Frau waren zahlreiche Vertreter der politischen und militärischen Elite Polens bei der Flugzeugkatastrophe ums Leben gekommen. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft sagte der BOR-General zudem bei den Ermittlungen zu dem Unglück nicht die volle Wahrheit. Der General wies die Vorwürfe zurück.

Katastrophe spaltet Gesellschaft

Die Flugzeugkatastrophe von Smolensk spaltet bis heute die polnische Gesellschaft. Eine Untersuchungskommission des Innenministeriums war im vergangenen Jahr zu dem Schluss gekommen, dass Fehler der Piloten, unzureichendes Training und schlechte Wartung des veralteten Flugzeugs den Absturz verursacht hatten.

Vor allem die nationalkonservative Opposition unter Führung von Kaczynskis Zwillingsbruder Jaroslaw Kaczysnki zweifelt diese auch von russischen Ermittlern geteilte Version des Unglücks an. Sie sind überzeugt, dass Russland wichtige Hinweise zu der Katastrophe zurückhält. Auch Verschwörungstheorien kursieren.

(dpa/Tageblatt.lu)

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