Premierminister Jean-Claude Juncker sagte am Dienstag im rbb-Inforadio, es gebe keine Krise der Währung, sondern eine Schuldenkrise in einzelnen Mitgliedsstaaten. “Es braucht sehr solide Pläne zur Haushaltskonsolidierung, und die werden gerade umgesetzt. Mit Verspätung, aber sie werden umgesetzt”, so Juncker weiter.

Schon bei der Gründung der Währungsunion habe es genügend Vertragsauflagen für die Mitgliedsstaaten gegeben, fügte Juncker hinzu. “Ich kritisiere die Regierungen, die sich nicht an diese Auflagen gehalten haben. Die Instrumente standen zur Verfügung. Ich kann nicht den Vertrag kritisieren, sondern diejenigen, die ihn nicht richtig angewendet haben.” Es sei auch heute wichtig, mehr Europa zu wagen und fest zusammenzustehen, denn das Gewicht Europas in der Weltwirtschaft werde in den nächsten Jahrzehnten immer stärker abnehmen.

dpa/Tageblatt.lu