Am Samstag fand in der Restaurant-Bar In Vivo in Gasperich die offizielle Vorstellung des erstes kalorienarmen und zuckerfreien Bieres aus Luxemburg statt. Es gab keine Gläser, denn auf den Bierdeckeln von Fox steht eindeutig geschrieben: „Kalt trinken, direkt aus der Flasche“. Und genau das taten an die 400 geladene Gäste, die sich in der Bar der Factory4, einem angesagten Fitness-Club am Rande der Hauptstadt, eingefunden hatten.
„Die Idee zu diesem kalorienarmen Bier, welches dennoch einen für ein Pilsner normalen Alkoholgehalt von 4,9% Vol. hat, ist meinem Freund Pit Beck vor vier Jahren gekommen, als er unter beachtlichem Übergewicht litt und sich selbst eine strenge Diät verschrieben hatte“, erzählt Catherine Hoffmann.

70% weniger Kohlenhydrate

Pit konnte zwar auf etliche kulinarische Genüsse verzichten, kam aber nicht daran vorbei, tagtäglich sein Bier zu genießen. Was den Studenten, der nun zum Jungunternehmer geworden ist, dazu bewog, zusammen mit Kommilitonen von der technischen Universität München ein Projekt zu starten, bei dem es darum ging, ein Pils mit „normalem“ Alkoholgehalt, aber mit weniger Zucker, de facto also weniger Kalorien, zu entwickeln.
Gesagt, getan. Fox Beer Luxemburg hat keinen zugesetzten Zucker und daher 70% weniger Kohlenhydrate. Der Alkoholgehalt beträgt knapp fünf Prozent. Natürlich dauert der Brauvorgang bei solch einem Bier wesentlich länger, da die angesetzte Maische nicht auf Zucker zwecks Gärung zurückgreifen kann.

Das Projekt scheint jedenfalls geglückt zu sein. Bei „Belgo Sapiens“, einer kleinen, recht neuen Brauerei in Nivelles wurden bereits zwei Batchs, einmal 21.000 Flaschen und jetzt nochmals 42.000 Flaschen gebraut.
„Der erste Batch ist komplett verkauft. Bei dem zweiten stellen wir mittlerweile mit Zufriedenheit noch mehr Interesse fest“, sagt Pit Beck. Auch geschmacklich kann das Low Carb Premium Pils nur gelobt werden. Es ist wohl vom klassischen Pils zu unterscheiden, hat aber genug Fülle und Geschmack, um den fehlenden, oben detailliert erklärten Faktor auszugleichen. „Du bass e Fuuss, wanns de eise Béier drénks“, meint Catherine. Und alle, die auf ihre Linie achten wollen, müssen ihr schon recht geben.

Romain Batya