Viele Anrainer des Eisenbahnstrangs staunten am Samstag nicht schlecht, als sie durch das Schnauben, Zischen, Pfeifen der alten Lok und das Rattern der Gleise aus ihrer wochenendlichen Ruhe gerissen wurden. In kurzer Zeit wurde die 5519 zum Star, denn die Leute am Rande der CFL-Strecke waren begeistert und zückten ihre Fotoapparate, um das Ereignis im Bild festzuhalten.

Einige Passagiere nutzten diesen Tag, um zusammen mit ihrer Familie eine Zugfahrt aus Luxemburg-Stadt oder Esch zu unternehmen, die Mehrheit hatte sich aber in Bewegung gesetzt, um das Tal der Roten Erde zwischen Kayl und Rümelingen näher kennen zu lernen. Laut Romain Becker, Mitorganisator von „De Kayldall“, waren es deren 55, die die Sehenswürdigkeiten der beiden Ortschaften und die Natur unter die Lupe nahmen, darunter auch die Häuserfassaden in Rümelingen, die so manche Überraschungen zu Tage brachten.

Zur guten Stimmung trug auch die musikalische Umrahmung der Tetinger Jungmusiker bei, die u.a. in der Grube Walert das Bergmannslied vortrugen. Die Teilnehmer waren sich einig: der Tag war weitaus interessanter als ein Ausflug ins „Disneyland“, denn hier wurde kein illusorisches Paradies vorgegaukelt, sondern an den Alltag jener Menschen erinnert, die die Grundlagen für unseren Reichtum schufen.

tageblatt.lu/FH