Duell vor der Wahl

15. Juni 2012 07:26; Akt: 15.06.2012 08:02 Print

Obama und Romney streiten über WirtschaftObama und Romney streiten über Wirtschaft

Über eines sind sich Obama und Romney einig: Dreh- und Angelpunkt im US-Wahlkampf ist die Wirtschaft. Über den Kurs streiten sie heftig.

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Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney fährt hartes Geschütz gegen die Wirtschaftspolitik Obamas. (Bild: dpa)

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Im Rennen um die US-Präsidentschaft haben sich Amtsinhaber Barack Obama und sein erwarteter Herausforderer Mitt Romney ein wirtschaftliches Rededuell geliefert. Die Entscheidung im November sei vor allem eine wirtschaftliche Richtungswahl. In einer Wahlkampfrede in Cleveland (US-Staat Ohio) rief Obama die Wähler am Donnerstag auf, den politischen Stillstand zu beenden, der das größte Hindernis für die Genesung der Wirtschaft sei. Zeitgleich und im selben Bundesstaat attackierte Romney den "erfolglosen" Kurs des Präsidenten, der Amerika "mehr und mehr zu Europa" mache.

Die US-Wirtschaft werde nicht von einem Mangel an Ideen oder technischen Lösungen gebremst, sagte Obama. "Was uns behindert, ist der Stillstand in Washington, verursacht von zwei fundamental unterschiedlichen Ansichten darüber, welche Richtung Amerika einschlagen sollte."

Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze

Es gehe darum, starkes, nachhaltiges Wachstum zu erzeugen, die Schulden des Landes zu senken und gute Arbeitsplätze für die Mittelschicht zu schaffen. Der Ausbau erneuerbarer Energien sowie der Infrastruktur und eine ausgewogene Steuerreform seien wirtschaftliche Kernpunkte seiner zweiten Amtszeit, sagte Obama.

Romney und die Republikaner im US-Kongress stünden dagegen für weniger Regulierung und niedrigere Steuern für Reiche. Das würde die USA noch tiefer in die Rezession reißen und die Erholung bremsen. "Wir haben es versucht", sagte Obama. "Diese Politik hat kein Wirtschaftswachstum gebracht." Die Grundsteine für die gegenwärtige Krise seien bereits unter der konservativen Regierung vor zehn Jahren gelegt worden, so Obama.

"Wir werden wie Europa"

Wenige Minuten zuvor hatte Romney kritisiert, dass Obamas Wirtschaftskurs dem Land in seiner ersten Amtszeit keine Erholung gebracht habe. "Wir können den Weg weitergehen und mehr und mehr wie Europa werden, oder wir können zu den Prinzipien zurückkehren, die Amerika zu Amerika machen", sagte Romney in Cincinatti. Obamas Regierung sehe die Wirtschaft "als ihren Feind". Kernprojekte wie die Gesundheitsreform und die Energiepolitik zerstörten Arbeitsplätze. Beides werde er im Falle seiner Wahl im November zurückdrehen.

Zum ersten Mal in diesem Wahlkampf traten Obama und Romney gleichzeitig im selben Bundesstaat auf. Der Bundesstaat Ohio gilt als sogenannter Swing-State mnit vielen unentschiedenen Wählern. Kein Republikaner hat es bislang ohne einen Sieg in Ohio ins Weiße Haus geschafft.

(dpa/Tageblatt.lu)

  • Raymond am 15.06.2012 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    Obama - Romney

    Zwee Masochisten. Deen een huet et. Deen anere wëllt et. Si zerschloen sech + Welt. (Merci Här Bush - Dir hutt jo schonns) - An mir Idioten Europäer bezuelen.