Am 9. Oktober wählen die Luxemburger und Nicht-Luxemburger ihre neuen Gemeinderäte. Ein Blick in die Proporzgemeinden. Das sagen Majoritäts- und Oppositionssprecher. Eine Tageblatt-Serie.
Paul Helminger ist seit 1999 Bürgermeister der Hauptstadt. Jetzt peilt der bald 71-Jährige (geboren am 18. Oktober 1940 in Esch) ein drittes Mandat an, das er, sollte er erneut Bürgermeister werden, auch zu Ende zu führen gedenkt.
Nach den letzten Wahlen verabschiedete sich die CSV nach 35 Jahren im Schöffenrat. Besser gesagt, sie wurde verabschiedet, denn die DP beschloss, sich mit den Grünen zusammenzutun. Jetzt will die CSV zurück in die Verantwortung.
„Virun 2000 woare mer net ambitiéis genuch“, erklärt Bürgermeisterin und Spitzenkandidatin der Escher LSAP, Lydia Mutsch, „a si bei villen Diskussiounen iwwerhaapt net berücksichtegt ginn“. Der Rückgang der Stahlindustrie und der damit verbundene Verlust von Arbeitsplätzen habe die Stadt in den letzten Jahrzehnten nie richtig verdaut. Nach dem Jahrtausendwechsel aber sei dann damit begonnen worden, die Stadt auf die Zukunft vorzubereiten.
Dem aktuellen LSAP/„déi gréng“-Schöffenrat werfen die beiden CSV-Oppositionsräte Frunnes Maroldt und André Zwally, stellvertreten für ihre Fraktion, u.a. vor, in Sachen Finanzpolitik falsche Prioritäten zu setzen, zu sehr auf externe Berater zu hören und die angekündigte Verwaltungsreform zu zaghaft voranzutreiben.
Rund zehn Jahre ist Claude Meisch nun mit wechselnden Koalitionspartnern Bürgermeister der drittgrößten Gemeinde des Landes. Zurzeit steht er einer blau-grünen Koalition vor und sieht in den Grünen einen verlässlichen Partner. Es sieht demnach so aus, als würde die Koalition, wenn es rechnerisch möglich ist, auch nach dem 9. Oktober fortgesetzt. Die Zahl der Räte steigt allerdings von 17 auf 19, eine Unbekannte für alle Parteien.
Jahrzehntelang war Differdingen rot; die LSAP hatte praktisch ein Abonnement auf den Bürgermeisterposten. Seit zehn Jahren drücken die Sozialisten nun die Oppositionsbank. Dem Spitzenkandidaten Erny Muller zufolge ist die LSAP mittlerweile aber gut aufgestellt, hat eine starke, ausgeglichene Liste mit Kandidaten aus allen Vierteln und ist bereit, wieder Verantwortung zu übernehmen.
Seit mehr als 60 Jahren regiert die LSAP in Düdelingen. Und ein Ende dieser Herrschaft scheint auch diesmal nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil. Vieles deutet darauf hin, dass die LSAP mit Bürgermeister Alex Bodry (52) an der Spitze auch in den nächsten sechs Jahren mit einer absoluten Mehrheit im Gemeinderat die Geschicke der ehemaligen Schmiede des Südens leiten wird.
Vier Sitze plus x lautet das erklärte Wahlziel der zweitstärksten Partei in Düdelingen. Damit wollen die Rätin Sylvie Andrich-Duval (53) und ihre Mitstreiter aus der CSV die „historisch gewachsene“ Mehrheit der LSAP brechen.
In 2005 ist Marcel Thommes erstmals zum Bürgermeister gewählt worden. In der anschließenden Koalitionsamtszeit mit der LSAP hat die Wintger Gemeinde viel Zeit und Planung in den Ausbau der Schule und die "Maison relais" sowie das Vereinsleben investiert. "Das Menschliche" soll deshalb auch weiterhin im Zentrum des Geschehens bleiben.
Die vergangenen sechs Jahre waren für die DP-Spitzenkandidatin Agny Durdu Neuland. Die Anwältin fand sich nach langer Amtszeit als Bürgermeisterin erstmals in der Opposition wieder. Nicht immer war sie einverstanden mit den Entscheidungen, die getroffen wurden. Vor allem zu teuere und fragliche Ausgaben waren ihr ein Dorn im Auge. Das soll nun in Zukunft anders gehandhabt werden.
Als der Anruf kam und man ihn fragte, ob er sich vorstellen könne, Bürgermeister von Wiltz zu werden, war er bei der Tour de France. Das war vor zwei Jahren. Fränk Arndt, Schöffe der Gemeinde Wiltz, übernahm Amt und Aufgaben vom heutigen Minister Romain Schneider. Seitdem hat sich in Wiltz viel getan. Er wolle eine ordentliche Gemeindepolitik machen, sagt Arndt. Wiltz als "Capitale des Ardennes" stabilisieren. Was das konkret heißt, erklärte er.
Wohnraum und Arbeitsplätze bestimmen die Entwicklung einer Stadt. In beiden Punkten besteht in Wiltz reichlich Nachholbedarf, sagt Oppositionsrat Théo Karier. Die aktuellen Projekte der LSAP-Mehrheit "Wiltzer Schloss" und "Industriebrachen" würde man voll unterstützen. Nur informiert werde man über alles immer reichlich spät.
Seit Januar 2003 ist Guy Arendt Bürgermeister von Walferdingen und führt in einer Koalition mit der LSAP die Geschicke der Gemeinde.
François Sauber ist der Spitzenkandidat der CSV, die hofft, die Führung in der Gemeinde wieder übernehmen zu können. Dem aktuellen Schöffenrat hält er vor allem die hohe Verschuldung der Gemeinde vor.
Seit 1993 ist Gaston Greiveldinger in der Gemeindepolitik engagiert. Nach zwei Jahren wurde er in den Schöffenrat gewählt und vertritt seitdem (mit einem Jahr Unterbrechung) die Interessen der LSAP.
1987 zog Jean-Paul Weydert nach Strassen. Über sein Engagement in der Vereinswelt kam er mit der Politik in Kontakt. Im Oktober stellt er sich zum vierten Mal zur Wahl. Vor allem die Kommunikation und Transparenz will der Physiotherapeut, der seinem Beruf seit drei Jahren im "Centre hospitalier" nachgeht, verbessern.
Jean-Pierre Klein steht seit 24 Jahren an der Spitze der Gemeinde Steinsel. Der aktuelle Bürgermeister ist erneut Spitzenkandidat für die LSAP. Er würde ein weiteres Mandat mit viel Optimismus angehen.
Philippe Hammelmann - Guy Daleiden ist Spitzenkandidat für die DP in Steinsel und ist seit sechs Jahren Oppositionsrat im Gemeinderat. Er bedauert, dass die Gemeinde in den letzten sechs Jahren von zwei sehr tragischen Geschehen gerüttelt wurde: der Unfall in der "Maison relais", wo ein kleiner Junge von einem Schrank erschlagen wurde und der Busunfall, der sich nahe Reims ereignet hat. "Dies hat allerdings nichts mit Wahlkampf zu tun."
Seit 2004 ist Guy Pettinger Bürgermeister in der Gemeinde Steinfort. Er war bereits seit 1997 Mitglied des Gemeinderates. Kurz nach 1997 wurde Guy Pettinger gleich Schöffe in seiner Gemeinde und nach dem Wechsel vom vorherigen Bürgermeister Jean Asselborn in die Regierung wurde er schlussendlich Bürgermeister.
Jean-Marie Wirth ist Spitzenkandidat für die CSV in Steinfort. Die CSV ist im Gemeinderat in der Opposition und wird versuchen, mit einer starken Mannschaft endgültig die absolute Mehrheit der Stimmen zu bekommen.
Seit 2008 ist Claude Marson (LSAP) Bürgermeister von Schüttringen. So war es im Koalitionsabkommen mit der CSV vorgesehen. Jetzt strebt er eine weitere Mandatsperiode an.
Nicolas Welsch ist der Spitzenkandidat der DP, die vor 2005 in Schüttringen den Bürgermeister gestellt hat. Das Ziel ist es natürlich, die Führungsrolle in der Gemeinde zu übernehmen und in die Verantwortung zu kommen.
Seit dem 1. Januar 2003 bekleidet Roland Schreiner in Schifflingen das Amt des Bürgermeisters. Nach anderthalb Mandatsperioden will er aber keine Bilanz ziehen. Eine Zwischenbilanz über die bei seinem Amtsantritt in Angriff genommene Modernisierung der Ortschaft scheint ihm angebrachter.
In der vorigen Mandatsperiode, während der LSAP-CSV-Koalition, bekleidete Marc Spautz einen Schöffenposten, bis ihn die Wähler beim Urnengang von 2005 auf die Oppositionsbank schickten.
Jedes Wahlbüro besteht aus einem Präsidenten, vier Beisitzern und einem Sekretär.
Bürgermeister Georges Engel hat eine klare Vision, wo sich die aus den Dörfern Beles, Ehleringen, Sassenheim und Zolver bestehende Gemeinde hin entwickeln soll: Von einer eher ruralen zu einer urbanere Gemeinde. Wohlwissend, dass eine solche Entwicklung Jahrzehnte dauern kann.
Rückblickend sind die beiden Oppositionsräte der Sassenheimer CSV, Nathalie Morgenthaler und Mike Lorang, der Meinung, dass der aktuelle LSAP-„déi gréng“-Schöffenrat hauptsächlich Projekte weitergeführt hat, die ihre Vorgänger von der CSV-„déi gréng“-Mehrheit bereits in die Wege geleitet hatten.
Die Gemeinde Roeser liegt im Grüngürtel der Stadt Luxemburg. Felder, Wälder und Wiesen prägen die Ortschaften Berchem, Biwingen, Crauthem, Peppingen, Kockelscheuer und Roeser selbst. Eine Lebensqualität, die es zu erhalten gilt. Bürgermeister Tom Jungen ist sich der Herausforderungen, die auf seine Gemeinde zukommen, bewusst.
Mit Gemeindepolitik hatte der Landespräsident des LCGB, Robert Weber, Jahrgang 1955, bislang nichts am Hut. Doch der gebürtige Escher, der seit fast 30 Jahren in Peppingen lebt, geht diesmal als Spitzenkandidat der CSV ins Rennen um den Roeser Bürgermeisterstuhl. Und spart nicht mit Kritik an der LSAP-Führung.
Mit acht Sitzen bei den Wahlen von 2005 erreichte die LSAP ihr bisher bestes Resultat. Sie gewann ein Mandat auf Kosten der KPL, die erstmals seit rund 70 Jahren nicht mehr im Gemeinderat vertreten war, derweil die CSV auch weiterhin mit ihren drei Sitzen auf der Oppositionsbank bleiben musste.
André Theisen, ehemaliger Bäckermeister und CSV-Fraktionssprecher während der abgelaufenen Legislaturperiode, ist bekannt für seine manchmal heftigen Rededuelle mit Bürgermeister Will Hoffmann in den Gemeinderatssitzungen.
Mitte Juni entschied der Gemeinderat Colmar-Berg über den abgeänderten Bebauungsplan des Agrarzentrums in Colmar-Berg.
Für Pierre Mellina war die in Bälde zu Ende gehende Legislaturperiode die erste, die er volle sechs Jahre als Bürgermeister erlebte. Und: Seine persönliche Bilanz fällt positiv aus. Zahlreiche Projekte hätten im Sinne einer Verbesserung der Lebensqualität umgesetzt werden können, sagt er. Den diesjährigen Wahlen sieht Mellina dementsprechend optimistisch entgegen.
Die LSAP hat – Opposition hin, Opposition her – in Petingen in den vergangenen sechs Jahren nach eigenen Angaben rund 90 Prozent der Projekte der CSV-DP-Mehrheit mitgetragen. Weil, wie die Sozialisten sagen, diese im Sinne der Gemeinschaft gewesen seien. Was aber nicht bedeutet, dass die LSAP der Politik des aktuellen Schöffenrats unkritisch gegenüberstünde. Das Gegenteil ist der Fall.
Seit 2005 ist Rambrouch eine Proporzgemeinde. Die „Fräi Lëscht“, die damals die meisten Wählerstimmen erhielt, hatte im Vorfeld der letzten Wahlen angekündigt, mit niemandem koalieren zu wollen. Für eine absolute Mehrheit hatte es jedoch knapp nicht gereicht.
Bei den Gemeindewahlen 2005 erhielt die „Fräi Lëscht“ fünf der elf Mandate in der Gemeinde Rambrouch – eins zu wenig, um alleine regieren zu können. Weil die anderen drei Parteien koalierten, musste die Mannschaft um Ferdinand Unsen in die Opposition. Das soll diesmal anders werden.
Über Mondorf zu sprechen, heißt, bestimmte Besonderheiten im Blick zu haben: Es ist die einzige Proporzgemeinde Luxemburgs mit gleich zwei Besucherattraktionen, dem Kasino und dem Thermalbad. Rund eine Million Gäste besuchen entweder das eine oder das andere pro Jahr.
Gérard Bichler tritt in Mondorf für die CSV als Spitzenkandidat an. Liest man die Veröffentlichungen der „Munnerefer“ CSV „op de Punkt“, wird schnell klar, woran sich die heftige und zum Teil polemische Kritik der Opposition im Gemeinderat entzündet: am Führungsstil der amtierenden DP-Bürgermeisterin Maggy Nagel. Aber es gibt auch sachliche Punkte.
Niederanven gehört zu den reichsten Gemeinden des Landes. In den vergangenen Jahren wurde viel aufgebaut oder erneuert, jedoch bleibt noch einiges zu tun. Bürgermeister Raymond Weydert wagte einen Rück- sowie Ausblick.
John Bauler ist nun 20 Jahre in der Gemeindepolitik tätig, davon war er drei Legislaturperioden in der Opposition und einmal hatte er das Amt des Ersten Schöffen inne.
Bei einem Gespräch über Visionen zu Mertert-Wasserbillig kommen schnell Besonderheiten zur Sprache. Es ist die einzige der Moselgemeinden, in der es mit Hafen und zwei Bahnhöfen sowie ehemaliger Fliesenfabrik eine industrielle Tradition gibt.
Unterschiedlicher könnten die beiden Kandidaten, die sich in Mertert aus parteipolitischer Sicht gegenüberstehen, nicht sein. Gust Stefanetti, der amtierende Bürgermeister, ist LSAP -Mann und Angestellter. Aly Leonardy, der erste Schöffe, gehört der CSV an und ist selbstständiger Winzer und Landwirt.
Dan Kersch ist seit 2005 Bürgermeister der Gemeinde Monnerich. Zusätzlich ist Kersch Präsident des Gemeindesyndikats Syvicol.
Marc Schramer ist seit März 2008 Monnericher Gemeinderat. Er übernahm damals das Amt von André Schmit. Dabei habe er sich schon immer für Politik interessiert, „seit jeher“, wie er es umschreibt.
Der CSV-Abgeordnete Gilles Roth steht der Gemeinde Mamer seit 2000 vor. Im Gespräch mit dem Tageblatt blickt der Bürgermeister auf die großen Projekte der vergangenen Jahre zurück und verrät, wie er sich die Entwicklung der Gemeinde in den kommenden Jahren vorstellt.
Edmée Besch-Glangé und Jean-Paul Weydert sitzen für „déi gréng“ im Mamer Gemeinderat. Sie treten bei den bevorstehenden Gemeindewahlen im Oktober wieder als Spitzen kandidaten für ihre Partei an. Im Gespräch mit dem Tageblatt blicken auch sie auf die vergangenen Jahre zurück und erklären, was sich ihrer Meinung nach in Zukunft in der Gemeinde ändern muss.
Wer die schwierige Geburt der Merscher Koalition von vorher kennt, weiß zu schätzen, was sie in den letzten Jahren alles zustande gebracht hat, meint Bürgermeister Albert Henkel im Gespräch mit dem Tageblatt. Die DP jedenfalls schaut nicht wenig stolz auf die letzten Jahren zurück und gelassen auf die nächste Legislaturperiode.
„déi gréng“ wollen nach sechs Jahren in der Opposition wieder in den Merscher Schöffenrat, meint der Abgeordnete und Gemeinderat Claude Adam dem Tageblatt im Gespräch gegenüber. Deshalb müsse man verstärkt aus den Wahlen hervorgehen.
Aloyse Paulus wurde im Februar 2004 als Nachfolger von Jos Halsdorf (LSAP) Bürgermeister der Gemeinde Kehlen. Bei den letzten Kommunalwahlen wurde die LSAP-CSV-Koalition wiedergewählt und Aloyse Paulus mit einer beachtlichen Anzahl an persönlichen Stimmen als Bürger meister bestätigt. Nun gilt es, das gute Ergebnis von 2005 zu wahren.
DP-Kandidat und Oppositionsrat René Müller sitzt bereits seit zwölf Jahren im Gemeinderat in Kehlen. Mit ihm unterhielt sich das „Tageblatt“ über die Vorschläge und Prioritäten der Opposition.
Romain Adam ("Är Equipe") ist Bürgermeister der Gemeinde Kopstal. Er trat die Nachfolge von seinem Parteikollegen Guy Linster an, der seither Zweiter Schöffe in der Gemeinde ist.
Im Gemeinderat in Kopstal ist die DP die zweitstärkste Partei. Mit drei Sitzen liegt die DP knapp über der Sitzzahl der CSV und der von "déi gréng". Die DP-Liste stellt keinen Spitzenkandidaten, deshalb erklärte sich John Schummer bereit, als Stellvertretung für die Opposition zu reden.
Während der letzten Legislaturperiode wechselte in Junglinster dreimal der Bürgermeister. Francine Colling-Kahn wurde 2005 in den Gemeinderat gewählt. Nach dem Abgang von Denis Dimmer und Françoise Hetto übernahm Colling den Bürgermeisterposten.
François Ries wurde das erste Mal 1976 in den Gemeinderat gewählt. Seither mischt er in der Gemeinde politik in Junglinster mit. In dieser Legislaturperiode führte er die Opposition an.
Der historische, sintflutartige Wahlsieg der LSAP im Jahr 2005 (im Vergleich zu 1999 von 40,5 auf 58,1 Prozent, von sechs auf acht Sitze) und das Plebiszit für den LSAP-Kandidaten John Lorent dürften mehrere Ursachen haben.
Bei den Wahlen 2005 verlor die CSV im Vergleich zu 1999 rund zehn Prozent ihrer Stimmen und zwei Mandate, nachdem sie während zwölf Jahren in einer Koalition mit der DP in der Person von Fred Coullen und Jules Wilhelm den Bürgermeister gestellt hatte.
LUXEMBURG - Roy Reding wird nicht als Kandidat für die Gemeindewahlen in der Hauptstadt antreten. Die ADR-Liste mit Reding wurde von der Präsidentin des Wahlbüros verworfen.
Lange Zeit war es unklar, ob er wieder kandidiert. Im Sommer dieses Jahres jedoch ist eine Entscheidung gefallen. Der blaue Bürgermeister der Gemeinde Grevenmacher, Robert Stahl, geht mit 66 Jahren erneut ins Rennen. Was verspricht er seinen Wählern?
Léon Gloden ist der Spitzenkandidat der CSV in Grevenmacher. Der Rechtsanwalt sitzt mit vier Parteikollegen im Gemeinderat der Moselstadt in der Opposition – auf Landesebene sitzt er als CSV-Deputierter im Parlament. Mit vier Schwerpunkten geht er mit seiner Mannschaft in den Wahlkampf in der Proporzgemeinde.
Marc Lies (CSV) ist seit Anfang 2009 Bürgermeister der Gemeinde Hesperingen. Er trat die Nachfolge von Marie-Thérèse Gantenbein an, die Ende 2008 zurücktrat.
Seit den letzten Gemeindewahlen sind die Grünen in Hesperingen die stärkste Oppositionspartei. Zwei Sitze hatte man dazugewonnen und wurde hinter DP und CSV, die beide einen Sitz verloren hatten, zur drittstärksten Partei.
Théo Thiry ist der aktuelle Bürgermeister der Gemeinde Echternach. Er teilte den Bürgermeisterposten mit Marc Diederich, der vor ihm drei Jahre Stadtschulze war. Für ihn persönlich war dies kein Nachteil – eher ein Vorteil, da er sich langsam an die neuen Herausforderungen gewöhnen konnte.
Seit 2009 ist Ben Scheuer als Abgeordneter im luxemburgischen Parlament tätig. Bei den kommenden Wahlen tritt er zum ersten Mal auf der kommunalen Bühne auf. Er nimmt den Platz seines Vaters Jos Scheuer ein und gilt als klarer Spitzenkandidat bei der LSAP Echternach.
Beim Gespräch mit dem Bürgermeister der Stadt Ettelbrück, Jean-Paul Schaaf(CSV), war auf Wunsch des Bürgermeisters und in beidseitigem Einverständnis ebenfalls der erste Schöffe, Claude Halsdorf (LSAP), anwesend.
Gleich zu Beginn unseres Gesprächs kam Oppositionsrat Jean-Pierre Gutenkauf (DP) auf die Gemeindefinanzen zu sprechen.
Michel Wolter ist seit 2009 Bürgermeister in Bascharage. Als ehemaliger Minister und Fraktionsvorsitzender der CSV genießt der Mann landesweite Bekanntheit.
Im Gespräch mit Yves Cruchten, Oppositionsrat in Käerjeng und Generalsekretär der LSAP, wird eines schnell klar: Die großen Infrastrukturprojekte trägt die LSAP mit, ohne Wenn und Aber.
Seit 2009 steht Frank Colabianchi der Gemeinde Bartringen vor. Am 9. Oktober tritt der DP-Politiker wieder als Spitzenkandidat seiner Partei an, um die Arbeit in den kommenden Jahren fortzuführen.
Die CSV-Sektion Bartringen geht ohne Spitzenkandidat in die kommenden Gemeindewahlen. Dementsprechend ist auch das Wahlprogramm ausgelegt. Das Hauptanliegen der Partei ist es, die absolute Mehrheit der DP zu durchbrechen, um demokratischere Diskussionen im Gemeinderat führen zu können. Dies sei vor allem im Interesse der Bartringer Bevölkerung.
Jim Schmitz steht der Gemeinde Contern vor. Er gelangte über den Naturschutz in die Politik. Er gründete eine Sektion der „Natur- a Vulleschutzliga“ in Contern und das Thema Umwelt liegt dem CSV-Politiker immer noch sehr am Herzen. Im Gespräch mit dem Tageblatt blickt der Bürgermeister auf die vergangenen Jahre zurück und spricht über zukünftige Projekte.
Jean-Marie Mangen sitzt seit zwölf Jahren im Conterner Gemeinderat. Zudem ist er Präsident des „Syrdall-Heem“ und Präsident des Organisationskomitees des „Festival de la BD“ in Contern, der größten Veranstaltung der Gemeinde. Er war außerdem der Vorgänger von Jim Schmitz als Präsident des Conterner Basketballvereins.
Seit 2004 leitet Roby Biwer (LSAP) als Bürgermeister die Geschicke der Gemeinde Bettemburg. Die Motivation, in die Politik einzusteigen, begründet er damit, dass sie einer der wenigen Wege sei, etwas zu bewirken, zu realisieren und umzusetzen.
Schon in jungen Jahren entdeckte Laurent Zeimet (CSV-Spitzenkandidat) die Politik für sich und engagierte sich bei der christlich-sozialen Jugend. Als Präsident der CSJ schlug man ihm vor, sich als Kandidat für die Gemeindewahlen zu stellen. Das war 1999.
Die Gemeinde Dippach mit ihren rund 3.700 Bürgern aus den Ortschaften Dippach, Schouweiler, Bettingen und Sprinkingen geht nach 2005 zum zweiten Mal als Proporzgemeinde in die Wahlen.
Für das Gespräch mit der Dippacher LSAP im Vorfeld der Wahlen stand uns Romain Haas zur Verfügung. Und eines merkte man gleich: die Unzufriedenheit über den Verlauf der letzten Jahre im politischen Leben Dippachs ist deutlich spürbar.
Bei den letzten Gemeinderatswahlen entschieden vor allem die Tage nach der Wahl (und nicht so sehr die Wahl selbst) darüber, wer das Zepter in den folgenden Jahren in Diekirch schwingen sollte.
Claude Haagen (LSAP) kommt gleich auf das zunehmende Verkehrsproblem in Diekirch zu sprechen.
Nachdem Charles Unsen seine Kandidatur zurückgezogen hat, hat die LSAP eine neue Liste zusammengestellt. Ihr Hauptanliegen für die Zukunft ist, eine bürgernahe Politik zu führen. Da die LSAP keinen Spitzenkandidaten für die Wahlen designiert hat, unterhielten wir uns mit der Schöffin Jacqueline Breuer und Sektionspräsident Roland Manderscheid.
In der neuen Proporz-Gemeinde ist die CSV die größte Oppositionspartei. Auf ihrer Liste für die Kommunalwahlen im nächsten Monat finden sich gleich vier aktuelle Gemeinderäte wieder: Simone Massard-Stitz, Yolande Roller-Lang, Jeff Risch und der frühere Bürgermeister (2000-2009) und Spitzenkandidat John Breuskin.
Seit zwei Jahren hat Remich einen "grünen" Bürgermeister. Dass er nur zwei statt sechs Jahre Zeit zum Regieren hatte, resultiert aus dem Ergebnis der letzten Gemeindewahlen.
In Remich vollzieht sich gerade – oppositionell gesehen – ein Generationswechsel. Der langjährige Spitzenkandidat der DP und Amtsvorgänger des aktuellen Bürgermeisters hat sich aus dem politischen Geschäft zurückgezogen.
Jos Roller ist ein wahres Urgestein der Gemeindepolitik. 1975 trat er dem Gemeinderat bei, 1987 übernahm er das Amt des Bürgermeisters. Und auch nach 24 Jahren im Chefsessel ist er Feuer und Flamme, wenn es um neue Projekte geht.
Spitzenkandidat der CSV-Liste in Lorentzweiler ist Léon Wietor. Als Vereinsmensch wurde er um 1993 angesprochen, ob er keine Lust hätte, zu kandidieren.
1999 wurde Serge Hoffmann zum Bürgermeister der Gemeinde Hobscheid gewählt. An der Spitze der CSV-Liste wird er sich im kommenden Oktober erstmals den Gegenkandidaten der LSAP stellen und sein Amt im Proporzwahlsystem behaupten müssen.
Die elf Kandidaten der ersten LSAP-Liste überhaupt in der neuen Proporzgemeinde Hobscheid sind realistisch oder bescheiden. Wie man es auch nimmt: An eine Mehrheit bei den Gemeindewahlen glauben sie noch nicht.
Die Umbaumaßnahmen am Schulgebäude, die neue Sporthalle: Für Claude Wiltzius gilt es, die begonnenen Projekte zu Ende zu bringen. Zudem soll ein Industriegebiet der Gemeinde mehr Geld in die Kassen spülen.
Dass man nicht unbedingt in der Grünen-Partei sein muss, um etwas für die Umwelt übrig zu haben, davon ist Marie-Louise Aulner überzeugt. Der CSV-Kandidatin liegt vor allem die Umwelt am Herzen – und der Verkehr in der Gemeinde.
Die elf Kandidaten der allerersten LSAP-Liste in der Gemeinde Betzdorf blicken optimistisch in die Zukunft. An eine Mehrheit bei den Kommunalwahlen denkt jedoch kaum einer. Zwei Sitze wären schon ein Traumergebnis, so Marc Muno, der Präsident der LSAP-Sektion Roodt-Mensdorf-Flaxweiler.
Die Gemeinde Betzdorf geht dieses Jahr zum ersten Mal als Proporz gemeinde ins Rennen. Es werden Listen gewählt und nicht mehr nur einzelne Personen. Die amtierende Bürgermeisterin Marie-Josée Frank sowie alle aktiven des Schöffenrates treten dieses Mal nicht mehr an. Eine neu zusammen gestellte CSV-Liste geht ins Rennen.
LUXEMBURG - Insgesamt 32.130 wahlberechtigte Ausländer haben sich in Luxemburger Wählerlisten eingeschrieben. Dies sind 34,5 Prozent mehr als bei den letzten Gemeindewahlen im Jahr 2005.
LUXEMBURG - Am 9. Oktober sind Kommunalwahlen, am 18. Juni Nationaler Tag der Eintragung in die Wählerlisten. Der Tag richtet sich an die wahlberechtigten Nicht-Luxemburger.
Am Mittwoch gab déi Lénk Esch die Liste mit ihren Kandidaten für die Kommunalwahlen im Oktober bekannt.
ESCH/ALZETTE - Im Hinblick auf die Kommunalwahlen am 9. Oktober stellte die CSV am Montagabend die Liste mit ihren Kandidaten in Esch/Alzette vor.
MONNERICH - Am Dienstagabend hat die LSAP-Sektion Monnerich die Namen der Kandidaten zur anstehenden Kommunalwahl bekannt gegeben. Spitzenkandidat ist Bürgermeister Dan Kersch.
ESCH - Am Mittwochabend stellte die Escher LSAP-Sektion ihre 19 Kandidaten für die kommenden Kommunalwahlen vor.
LUXEMBURG - Wer ein politisches Mandat in Luxemburg ausüben will, sollte die drei offiziellen Sprachen luxemburgisch, französisch und deutsch beherrschen. Ein Recht auf Übersetzung hat er nicht.
Der Wahlkampf für die Gemeindewahlen im Oktober hat begonnen. Am Mittwoch wurde die erste Kandidatenliste bekannt gegeben. Als erste gab die DP Differdingen die Namen bekannt.
ESCH-ALZETTE - Wer in Esch wohnt und kein luxemburgischer Staatsbürger ist, kann doch mitreden. Er kann sich bis zum 15. Juli im „Biergeramt“ in die Wählerliste eintragen.
LUXEMBURG - Am Donnerstag wurde bekannt gegeben, dass der sozialistische Abgeordnete und ehemaliger LSAP-Präsident Ben Fayot sich aus der Kommunalpolitik zurückzieht.
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Am 6. November wählen die USA ihren Präsidenten. Amtesinhaber Barack Obama (Demokrat) bläst ein scharfer Wind entgegen. Nicht nur von den Republikanern. Eine regelrechte Bürgerbewegung fordert ein anderes Amerika.
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