Griechenland

09. Februar 2012 22:30; Akt: 09.02.2012 22:50 Print

Europäer verweigern schnelle HilfenEuropäer verweigern schnelle Hilfen

Die Finanzminister der Eurogruppe haben am Donnerstagabend mit der Prüfung eines griechischen Sparpakets begonnen, auf das sich die Regierung in Athen zuvor in stundenlangen Verhandlungen geeinigt hatte.

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Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker: "Es gibt viele Unklarheiten." (Bild: AFP)

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Die griechische Regierung einigt sich nach langem Ringen auf ein hartes Sparpaket - doch die Euro-Partner dringen auf verbindliche Zusagen aus Athen. Die Finanzminister der Euro-Länder verhandelten in Brüssel über ein neues, milliardenschweres Hilfsprogramm. Ein Kompromiss am Donnerstag sei aber noch nicht möglich, berichteten Diplomaten nach mehrstündigen Verhandlungen am Abend. Endgültige Beschlüsse könnten frühestens in der nächsten Woche fallen.

"Es ist nun an der griechischen Regierung, die europäischen Partner zu überzeugen, dass das neue Paket funktionieren kann", sagte EU-Währungskommissar Olli Rehn. Das Programm soll einen Umfang von mindestens 130 Milliarden Euro haben. Diplomaten zufolge fordern stabilitätsorientierte Länder wie Deutschland schriftliche Garantien aus Athen, Reformen tatsächlich umzusetzen.

Alles wird geprüft

Rehn sagte, es gebe auf Mitarbeiter-Ebene eine Vereinbarung zwischen der griechischen Regierung und der "Troika" von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank (EZB) und Internationalem Währungsfonds (IWF). "Diese Vereinbarung auf technischer Ebene wird nun eingehend von den Ministern der Eurozone geprüft." Die Troika hatte das neue Programm verhandelt.

IWF-Chefin Christine Lagarde
begrüßte die "sehr ermutigenden Nachrichten", die aus Athen kämen. Vor der Brüsseler Krisensitzung hatten sich die Regierungsparteien in Athen auf ein Sparpaket geeinigt. Es sieht neue, erhebliche Einschnitte vor: Niedrigere Mindestlöhne, eingefrorene Gehälter und weniger Staatsdiener.

Juncker sieht Unklarheiten

Selbst bei der bis zuletzt umstrittenen Rentenkürzung gab es nach Angaben aus Athen eine Einigung. Bis 2015 soll Griechenland so insgesamt 14 Milliarden Euro sparen, allein dieses Jahr sollen es 3,1 Milliarden sein.

Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble sagte: "Die Verhandlungen sind weit vorangeschritten, aber wir sind noch nicht so weit." Er forderte ein Programm, dass die Gesamtverschuldung Griechenlands bis Ende des Jahrzehnts auf 120 Prozent der Wirtschaftsleistung begrenzt. Derzeit sind es rund 160 Prozent. Erlaubt sind höchstens 60 Prozent. Auch Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker sagte: "Es gibt viele Unklarheiten."

(dpa/Tageblatt.lu)

Kommentare (2 Kommentare)
  • Non assistance waat en Europa?
    Net dEuropäer verweigeren d'Hellef net un Griechech D'Vollek et sinn déi europäesch politesch Finanzhandlanger déi vun dem Kapitaldiktat gesteiert sin
    von: armand hoffmann am: 10.02.2012 09:08
  • Ennerdrekung vum Salariat
    Also daat Säbelgerassel vum diktaturiséierten EUropa an EURFLOPPISTEN géint Griechenland kann jo em normal Bierger Angscht afléissen .Et könt mier eso fier ewé bei den Nazien. "" morgen wird agriffen und dem Salariat den letzten Drachmen zur Rettung der Finanzmaffia ausgequetscht.Wen é kukt a waatver relégéisen Pravatschuelen eis politesch Führer ausgebilt si gin da kann én festun huelen dassmier dem Aarmut emmer méi nokommen
    von: armand hoffmann am: 10.02.2012 08:21
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