Am Dienstagnachmittag erreichen wir Lis Kayser, vom Luxemburger Team vor Ort. Zusammen mit anderen sechs Helfern aus Luxemburg verteilt sie gerade Kleidung in einem Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Chios. Kayser spricht schnell am Telefon, die Zeit drängt: “Wir arbeiten für die Luxemburger Hilfsorganisation ‘catch a Smile asbl.’, eine Vereingung, die quasi aus dem Nichts entstand.”

Die Luxemburger Helfer sind Tag und Nacht im Einsatz. “Wir empfangen die Flüchtlinge, wenn sie mit dem Schlauchboot aus der Türkei kommen und leisten Erstversorgung noch am Ufer. Man muss wissen, dass Chios nur sieben Kilometer von der türkischen Küste entfernt, liegt.”

Versorgung an Land

Wenn es dunkel wird, beobachten die Luxemburger das Meer von bestimmten Punkten am Land aus, fahren Patrouille und melden es anderen Helfern, wenn sie ein Flüchtlingsboot sichten. Sie helfen den “Rescue Teams” und nehmen die Menschen in Empfang. “Wir versorgen die Flüchtlinge am Land mit warmer und vor allem trockener Kleidung. Während der Überfahrt im Schlauchboot sind die Schuhe, Hosen und Unterwäsche der Flüchtlinge meistens durchnässt.”

“Wir machen das alles freiwillig. Wir, das sind sieben Luxemburger, zwischen 22 und Ende 40. Hier sind nicht alle Studenten, es sich auch Menschen, die Familien und Kinder in Luxemburg haben und die für ihren Einsatz den Jahresurlaub opfern.” Warum die Studentin Lis Kayser sich vor Ort engagiert? Sie zögert nicht lange bei der Antwort: “Ich hatte Zeit und wollte mir selbst ein Bild von der Lage vor Ort machen.”

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ds