Die Nachricht war am vergangenen Freitag wie eine Bombe eingeschlagen. ArcelorMittal stellt mehrere Produktionsanlagen in Liège still. Betroffen wären rund 1.300 Beschäftigte.

Die Antwort der Beschäftigten: Streik. Am Montag beschlossen sie in Liège, die Rückkehr zur Arbeit am Mittwoch. Am Dienstag wollen sie in Namur vor dem Regierungssitz von Wallonien demonstrieren, um Druck auf die politisch Verantwortlichen auszuüben. Erwogen würden auch Kundgebungen in Luxemburg vor dem ArcelorMittal-Sitz und in Strassburg vor dem dem Europaparlament, so die Nachrichtenagentur AFP.

Ob es zur Kundgebung in Luxemburg kommen wird, ist derzeit noch ungewiss. Eine Entscheidung hätten die belgischen Kollegen noch nicht getroffen, sagte uns Jean-Claude Bernardini (OGBL), der in ständigem Kontakt zu den Kollegen in Belgien steht.

Der Stahlkonzern hat am Freitag die Schließung von sechs seiner elf Anlagen der Kaltphase in Liège angekündigt. Vor wenigen Monaten war die Schließung der Warmphase bekanntgegeben worden. Die regionalen Behörden wollen einen Übernehmer suchen, aber ArcelorMittal hat sich bereits geweigert, die Werke zu verkaufen. Nicht mal den Behörden werde man verkaufen, wird der Konzern in belgischen Medien zitiert.

Tageblatt.lu