Dabei wies er nochmals auf die luxemburgischen Absichten hin, bei der EU-Klimakonferenz 2015 in Paris, die unter luxemburgischer EU-Präsidentschaft stattfinden wird, sich für eine neue Klimapolitik einzusetzen. Das vom Energieimport völlig abhängige Luxemburg müsse so nachhaltig wie möglich mit seiner Energie umgehen.

Etwas später am Morgen fand im Ciragan Kempinski Palace ein Seminar zu Wirtschaft und Finanzen statt. Beide Länder stellten sich hier noch einmal gegenseitig vor. Organisiert war das Seminar vom DEIK, einer der türkischen Wirtschaftskammern, und von der Chambre de Commerce. So eröffneten auch Pinar Eczacibasi für die Türken und Pierre Gramegna für Luxemburg die Veranstaltung mit den Rahmen gebenden Worten. Es folgte ein Panel-Gespräch aus Experten des Luxemburger Finanzplatzes. Hier waren es Robert Scharfe, Chef der Luxemburger Börse, Yves Maas, Vorstehender des Private Banking Group, Didem Gordon, Vice Chairman der Turkish Institutional Investment Managers, und der Direktor der einzigen türkischen Bank in Luxemburg, der Garantie Bank, Fouad Rathle, die unter der Moderation von Nicolas Mackel, CEO von Luxembourg for Finance, die Vorzüge des Luxemburger Finanzplatzes hervorhoben.

Die Vorzüge Luxemburgs

Anschließend stellten, vor zahlreichem Publikum, die Minister Etienne Schneider und Luc Frieden die Vorzüge Luxemburgs ein weiteres Mal vor.

Nach Großherzog Henri, der besonders auf die Beziehungen zwischen beiden Ländern einging, war es an den türkischen Ministern Ali Babacan, Stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister, und Zafer Caglayan, Wirtschaftsminister, sich an die Hörer zu richten.

Beide bekräftigten die türkischen Absichten, die Handelsbeziehungen mit Luxemburg weiter voranzutreiben. Caglayan erinnerte an die von der Türkei im Hinblick auf das hundertjährige Jubiläum der türkischen Republik im Jahr 2023 geplanten Investitionen in verschiedenste Wirtschaftsbereiche. Es handelt sich dabei um Summen im hohen dreistelligen Milliardenbereich. Dies sei ein „generous cake“, von dem Luxemburg „sein Stück haben sollte“. Ein Aufruf an die Luxemburger Wirtschaft. Und wohl auch an die luxemburgische Politik, die EU-Bestrebungen der Türkei weiter so zu unterstützen, wie es bislang der Fall war. Luxemburg übernimmt 2014/2015 die EU-Präsidentschaft. Zufälle gibt es selten.

CW/A.B./Tageblatt.lu