Am 6. Februar demonstrierten Beschäftigte der ArcelorMittal-Gruppe vor dem Europaparlament in Straßburg, während im Parlamentsgebäude Gewerkschaftsvertreter mit EU-Abgeordneten, dem Kommissions-Vize Antonio Tajani und Parlamentspräsident Martin Schulz diskutierten.

Im Zusammenhang mit den Vorfällen am Rande der Demonstration richteten am Dienstag OGBL-Zentralsekretär Jean-Claude Bernardini (der einen Bus mit Luxemburger Stahlarbeitern nach Straßburg begleitete) und OGBL-Präsident Jean-Claude Reding ein Protestschreiben an Außenminister Jean Asselborn.

Hierin wird das Vorgehen der französischen Polizei (CRS) aufs Schärfste kritisiert. Die Busse mit den Demonstranten seien zuerst wenige Kilometer vor der Stadt gestoppt und durchsucht worden, manche Busse gleich mehrmals.

Grundlose Attacke

Die Gewerkschafter hätten sich allerdings nicht provozieren lassen. Anschließend seien die Busse an einen Platz, der ein gutes Stück vom Parlament entfernt liegt, eskortiert worden und den Stahlarbeitern wurde erklärt, jedwede Kundgebung sei verboten.

Ohne Grund seien die CRS auf die Gewerkschafter losgegangen und hätten dabei „Flash balls“, Tränengas und andere Waffen eingesetzt. Mehrere Beschäftigte des Unternehmens seien dabei schwer verletzt worden.
Einer der Gewerkschafter habe während dieser Polizeiaktion ein Auge verloren. Es handelt sich hierbei nicht um einen der Luxemburger Stahlarbeiter.

Der OGBL verlangt nun vom Außenminister eine offizielle Beschwerde bei den französischen Autoritäten.

r.s./Tageblatt.lu