Am Mittwoch reiste Großherzog Henri mit Verteidigungsminister Etienne Schneider zu einem Überraschungsbesuch in den Kosovo. Sie besuchten die 22 luxemburgischen Soldaten in der Ortschaft Novo Selo rund 30 Kilometer nördlich der kosovarischen Hauptstadt Pristina. Man informierte sich über die aktuelle Lage und bedankte sich für die Arbeit der Soldaten vor Ort. Dabei würdigte Großherzog Henri die Leistungen der Soldaten vor Ort

Seit 14 Jahren beteiligt sich Luxemburg an der Friedensicherung (KFOR-Einsatz) im Kosovo. Die Mission startete im April 2000, ein Jahr nach der Intervention der Nato in den Kosovo-Konflikt. Vorausgegangen waren Vertreibungen und Berichte über Gräueltaten an der albanischen Bevölkerungsmehrheit in der damaligen serbischen Provinz. 32 Länder sind an dem Nato-Einstz beteiligt.

Auch heute kommt es immer wieder zu Unruhen und Spannungen zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Hauptaufgaben der KFOR-Soldaten sind die Friedenssicherung und Stabilisierung des Landes, das seit 2008 unabhängig von Serbien ist. Außerdem wird die Entwicklung von professionellen, demokratischen und multi-ethnischen Sicherheitsstrukturen überwacht. Dabei arbeitet Luxemburg eng mit lokalen Behörden und internationalen Organisationen zusammen.

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