„Ich habe versucht das so professionell wie möglich zu machen“, sage der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker nach der Sitzung der EU-Staats- und Regierungschefs am Freitag, womit er auf eine Frage nach seinem Gemütszustand bei diesem für ihn letzte Gipfeltreffen reagierte. Das Emotionale habe er dabei ausgeklammert.

Dass dies sein letzter Auftritt in Brüssel war, davon geht auch Jean-Claude Juncker aus: „Ich bin überzeugt, dass die drei Parteien die mordikus zusammen regieren wollen, das auch fertig bringen. Deshalb gehe ich davon aus, dass dies mein letzter Rat war.“ Er habe bislang an etwa über 120 solcher Gipfeltreffen teilgenommen, schätzte Jean-Claude Juncker, deshalb sei dies für ihn auch eine emotionale Sache gewesen.

Auf die Frage einer Journalistin, warum in Luxemburg nicht die stärkste Partei bei der Koalitionsbildung berücksichtigt werde, meinte der Premierminister, dass er noch die Gelegenheit haben werde der Öffentlichkeit in Luxemburg zu erklären, wie er das Verhalten der anderen Parteien bewertet.

Und die obligate Nachfrage, ob er nicht doch dem Ruf nach Europa nachkommen werde, sagte er kurz: „Ich bleibe in der luxemburgischen Politik.“

gk/tageblatt.lu