Breivik will dem norwegischen Staat kein Geld geben. Das sagte Breiviks Verteidiger Tor Jordet am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP und bestätigte damit einen Bericht der Zeitung “Verdens Gang”. Der norwegische Staat ist mit der Entschädigung der Opfer beauftragt.

Breivik hatte im Juli 2011 zunächst im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt Oslo mit einer Autobombe acht Menschen getötet und danach in einem Jugendlager der Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 Menschen erschossen.

Am 24. August 2012 stufte ihn ein Gericht in Oslo als schuldfähig ein und verhängte die Höchststrafe von 21 Jahren Haft mit möglicher Verlängerung. Breivik ging gegen das Urteil nicht in Berufung.

Breiviks Mutter war im März dieses Jahres an den Folgen einer langen Krankheit gestorben. Ihre Wohnung in einem wohlhabenden Stadtteil von Oslo wurde nach ihrem Tod für 3,7 Millionen Kronen (knapp 484.000 Euro) zum Verkauf angeboten. Jordet zufolge verzichtete Breivik bereits vor dem Tod seiner Mutter auf sein Erbe. Dieses dürfte nun an Breiviks Halbschwester sowie an karitative Einrichtungen gehen.

AFP/Tageblatt.lu