Der New Yorker Athletic Club am Rande des Central Park bot gestern Abend die treffende Kulisse zum 8. Luxembourg-American Buisness Award Galaabend welcher “der” Treffpunkt des Who’s who der transatlantischen Geschäftsbeziehungen zwischen Luxemburg und den Vereinigten Staaten von Amerika ist und eine gute Visibilität für das Großherzogtum auf der Ostküste bietet.

2015 exportierte Luxemburg für 453 Millionen € in die USA, wir importierten für 1,48 Millionen € aus den USA. Im Austausch von Dienstleistungen sind die USA der 1. Handelspartner Luxemburgs ausserhalb der EU mit einem positiven Saldo von 6,2 Milliarden €. 160 amerikanische Investmentfonds sind in Luxemburg registriert. Und nicht zu unterschätzen: 60 nordamerikanische Firmen beschäftigen fast 10.000 Arbeitnehmer.

Rund 350 Gäste aus Amerika und Luxemburg unter Ihnen als Ehrengäste Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie von Luxemburg, hatten der Einladung der Luxembourg-American Chamber of Commerce unter Vorsitzendem Michel Frank Folge geleistet, um den diesjährigen Laureaten, die Firma Ampacet Europe SA zu feiern, die sich 2012 in der Düdelinger Industriezone Riedgen niederliess, nachdem man schon 1987 im nahen belgischen Messancy einen Produktionsbetrieb aufgenommen hatte.

Ergebnis einer Wirtschaftsmission

Die success story von Ampacet begann vor vielen Jahren 1937 als “American Molding Powder and Chemical Corporation Company” in Brooklyn, ehe man ins Städchen Terrytown nördlich im Staate New-York zog.

Produzent von Plastik-Rohmaterial welches unter Form von kleinen Küglchen sicher und schnell in die ganze Welt exportiert werden kann um von lokalen Betrieben weiterverarbeitet zu werden, expandierte Ampacet rasch.

Die Niederlassung in Riedgen ist selbst das positive Resultat einer vor einigen Jahren erfolgten Wirtschaftsmission in die USA. Die Ampacet Verantwortlichen, ein Familienbetrieb, hatten sich in der Folge vor 3 Jahren entschlossen in eine Fabrikanlage eben in Riedgen zu investieren. Eine Entscheidung welche bis heute von den Firmeneignern nicht bereut wird und von der Wichtigkeit solcher Wirtschaftsmission ins Ausland für den Industriestandort Luxemburg zeugt.

Diese Woche geht eine solche von Erbgroßherzog Guillaume im Staate New-York angeführte, anstrengende Prospektionsreise mit einer starken Delegation aus dem Wirtschaftsministerium mit an ihrer Spitze der Vize-Premier der Regierung Etienne Schneider zu Ende. Zu den Gesprächen und Besuchen von potenziellen Investoren verriet Schneider lediglich, dass BNY Mellon massiv in neue Technologien investieren und ein digitales Umfeld “open source” im FinTech Bereich aufbauen will. Das könnte für “Digital Letzebuerg” von grosser Bedeutung ist.

Reges Interesse

Die Firma Betaworks stellt “start-ups” im ICT Bereich nicht nur Räumlichkeiten zur Verfügung sondern investiert auch in veschiedene von diesen Betrieben.

Wichtig auch die Nachricht, dass MLB, Major League Baseball advanced media, welche jede Art von sports-events sendet, sich auf dem europäischen Markt etablieren möchte. Mit in der engeren Auswahl für die europäische Zentrale ist auch Luxemburg.

Industry City NY, so etwa wie 1535 Grad in Differdingen, nur X-mal grösser, hat auch Interesse an Luxemburg. Das Seminar “Cybersecurity : Best practices, Privatsphäre und Sicherheit” war sehr stark besucht. Erbgroßherzog Guillaume war uns gegenüber sichtlich erfreut über das rege Interesse sowohl der teilnehmenden Firmen an den verschiedenen Gesprächen, wie auch der Gäste an der Preisveranstaltung.

Für Ihn ist Ampacet eine fantastische Firma welche durch eine starke Implikation der Familien-Eigentümer geprägt ist welche sehr stolz auf ihr Engagement sind. An der luxemburgischen Regierung sei es das richtige Umfeld für Investoren zu schaffen. Luxemburg, so Erbgroßherzog Guillaume sei “Eng gudd Plaatz fir eng Entreprise”

Jean-Claude Ernst