28. Januar 2017 08:28;Akt: 28.01.2017 08:35

Wann kommt der Patient?

KOMMENTAR

Spitalplan und Gesundheitswesen

Im Oktober 2016, in einem ersten Kommentar zu den Diskussionen rund um den Spitalplan, fragten wir „Ist Wirtschaftlichkeit Trumpf?“ und hofften, dass im Laufe der Debatte noch Platz bleibe für den Patienten. Sowie für die Frage nach der Qualität der Medizin in Luxemburg im Allgemeinen. Als Beispiel: Eine Zwischenbilanz über die „Maisons médicales“ auf den Seiten 6 und 7 dieser Ausgabe zeigt, dass hier nicht eitel Sonnenschein herrscht ... und dies ist beileibe nicht der einzige Bereich des Luxemburger Gesundheitswesens, der von Zeit zu Zeit mal mehr, mal weniger heftig in der Kritik steht.

Nun wurde aber mit einer offenen Konfrontation zwischen der Ärztevereinigung AMMD und Gesundheitsministerin Lydia Mutsch zusätzlich und geräuschvoll ein weiterer Nebenschauplatz eröffnet – angesichts dessen Art und Weise man fast nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll. Es bleibt jedenfalls zu hoffen, dass den Patienten nicht irgendwann das Lachen vergeht.

Denn auch ein möglicher Ärztemangel wurde an dieser Stelle bereits kommentiert – der von Ärzteseite als durchaus realistisches Szenario in den kommenden Jahren dargestellt, vom Ministerium allerdings als keineswegs akut angesehen wird.

Und auch was die vermehrte und geförderte Tendenz zu ambulanten Eingriffen für den Patienten – und im Anschluss wegen der Folgebehandlungen für die Pflegedienste – bedeuten wird, müsste noch ausführlicher diskutiert werden. Wenn Platz und Zeit bleibt ...

Claude Clemens

  • xyz am 30.01.2017 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jedes ambulantenheer wird wohl auf einer sollstärke gehalten werden.

  • schwetzen aus Erfahrung am 30.01.2017 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Unser Krankenhaussystem ist das beste der Welt, für alle die noch nichts damit zu tun hatten. WE schwerer Unfall mit einer Maschine, Wunden zugenäht bis am Montag der Spezialist wieder da ist usw,.....

  • Krankheetssystem am 29.01.2017 09:40 Report Diesen Beitrag melden

    De Patient? ... den ass dach just Mettel zum Zweck fir Profit ze machen a soll einfach de Mond haalen. Hien kritt just niewewirkungsreich chemesch Medikamenter rembourséiert, fir dat hien net ganz gesond ka gin an andauernd a Behandlung muss bleiwen fir d'Behandlung vun den Niewewirkungen! Medikamenter ouni Niewewirkungen, wéih z.B. homeöpatesch Medikamenter, muss hien aus senger eegener Täsch bezuëlen. Den Numm 'Krankekeess' passt besser, wéih 'Gesondheetskeess' fir déih ganz präventiv niewewirkungsreich Symptombehandlungen, déih hien ordonnéiert kritt vun Pharmaindustrie an Politik!