27. Januar 2017 06:24;Akt: 27.01.2017 06:30

Überparteilichkeit benötigt

KOMMENTAR

Flüchtlingspolitik der EU

 (Bild: Armin Weigel/dpa)

Man kann sich zuletzt nur wundern, mit welchen Mitteln eine Lösung in der Flüchtlingspolitik gesucht wird. Während auf europäischer Ebene die Idee der Umverteilung scheiterte und der Flüchtlingsdeal mit der Türkei Schule zu machen beginnt, zeigen einzelne Staaten, wie wenig ihnen Flüchtlinge eigentlich wert sind. Wir haben bereits ausführlich über die Polemik hierzulande berichtet.

Dem sei vielleicht noch hinzuzufügen: Wenn selbst aus dem Marienland Lëtzebuerg schrille Töne kommen, müssen wir uns ernsthafte Fragen über das Fundament der Volksparteien stellen. Denn es zeigt sich immer stärker, dass selbst klassische Sozialdemokraten und Konservative sich scheinbar nicht mehr an grundlegenden Werten orientieren wollen. Es ist nicht typisch links, sich an internationales Recht zu halten. Und es ist auch nicht typisch konservativ oder rechts, wenn man Menschen am liebsten auf Inseln abfertigen würde und ihnen ganz einfach das Recht auf Asyl verwehrt. Umso mehr sind all diese Vorstöße Ausdruck einer visionslosen Politik, die nicht verstehen will, dass es kein Zurück gibt.

Politische Destabilisierung und harte Klimabedingungen werden auch künftig keine Randerscheinung sein. Umso mehr sollten auch unsere Schreihälse hierzulande daran mitwirken, dass die Fluchtursachen bekämpft werden, statt rechts Stimmen abgrasen zu wollen.

Dhiraj Sabharwal

  • Patrick am 28.01.2017 19:40 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Sabharwal, Ihre moralischen und ethischen Grundlagen kann und will ich hier nicht infrage stellen.Nur Angesichts der ungeheuerlichen Mengen an Flüchtlingen,die sich in den nächsten Jahrzenten auf Europa zubewegen werden, haben Sie den Europäern nichts anderes "anzubieten" als einen radikalen und unumstösslichen Gesellschaftsumbruch. Danach wird Europa nie mehr das Europa sein das wir kennen und lieben.Da kann es Sie doch nicht überraschen,dass viele LU und EU,dieser von aussen aufgezwungenen Revolution mehr als skeptisch gegenüber stehen.Zumal man ihnen selten die ganze Wahrheit sagt.

  • J.Schol am 28.01.2017 07:41 Report Diesen Beitrag melden

    Auch Sie Herr Sabharwal werden erkennen, dass die Welt konservativer wird, die Zeichen der Zeit für viele Länder auf "......... first" stehen.Solange Wirtschafts-,Kriegsflüchtlinge vermischt in unsere Länder strömen, wird das Thema "Flüchtling" ein Reizthema bleiben, solange wir Kriegsflüchtlingen nicht klarmachen, dass ihr Aufenthalt nur befristet sein kann, wird das Thema "Flüchtling" zur Konfrontationen in unser Gesellschaft führen.Die nächsten Jahre wird Europa Handelskriegen,Terror und Konflikten ausgesetzt sein, die wir bis dato nicht möglich hielten.

  • armand am 27.01.2017 14:34 Report Diesen Beitrag melden

    wenn man die gesellschaft fundamental durch zuwanderung/asylströme ändern will muss man zuallererst die bewohner fragen (referendum) denn sie müssen mit den konzequenzen leben. aber alle leute die nicht mit herrn asselborn oder frau merkel einer meinung sind als +/- nazis zu betitteln ist POPULISMUS.