24. Januar 2017 06:20;Akt: 24.01.2017 06:26

"D’Ausnahm bestätegt d’Regel“

KOMMENTAR

Luxemburger Rechtschreibung

 (Bild: Hervé Montaigu)

Gestern stellte Bildungsminister Claude Meisch eine neue Kampagne für die luxemburgische Rechtschreibung vor. Das Zielpublikum dieser Kampagne seien Menschen, die lernen wollen, Luxemburgisch fehlerfrei zu schreiben.

Dass das mit dem fehlerfrei im Luxemburgischen aber manchmal nicht so einfach ist, zeigt schon die neue Kampagne selbst. Sowohl auf dem Plakat der Kampagne als auch auf der neuen Internetseite www.schreiwen.lu wird das luxemburgische Wort „Regel“ mit doppeltem ‹ee› geschrieben, also „Reegel“.

Nun besagt das Großherzogliche Reglement von 1999, in dem die aktuell gültigen Regeln für die offizielle Rechtschreibung festgelegt wurden, tatsächlich: „Gëtt de Vokal ‹e› laang ausgeschwat, da gëtt en duebel ‹ee› geschriwwen, egal wéivill Konsonanten hannendru kommen.“

Allerdings besagt dieses Reglement ebenfalls, dass Ausnahmen für deutsche oder andere fremdsprachige Wörter gelten, die in diesen Sprachen mit einfachem ‹e› geschrieben werden und die wir unverändert übernehmen. Als Beispiel werden im Großherzoglichen Reglement u.a. die der „Regel“ sehr ähnlichen Wörter „Segel“, „Kegel“ und „Pegel“ angeführt.

In der 2004 herausgegebenen Neuauflage von Josy Brauns „Eis Sprooch richteg schreiwen“ steht bei den Ausnahmen eben auch das Wort „Regel“, genau wie im „Lëtzebuerger Online-Dictionnaire“ des Kulturministeriums „Regel“ mit einem ‹e› geschrieben wird. Spellchecker.lu lässt hingegen beide Schreibweisen zu. Eine Begründung für diese „Reegel“ gibt es dort aber nicht.

Luc Laboulle

  • Tirlitti am 24.01.2017 18:16 Report Diesen Beitrag melden

    Dat schlëmmt ass datt am deieren Online Dictionnaire (6 Milliounen Euro bis elo) verschidde Schreifweisen anescht behandelt ginn wéi dat an der Annexe vum Gesetz vun 1999 erkläert ass. Do soll der Däiwel dann nach schlau ginn.

  • xyz am 24.01.2017 16:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ganz richteg. hei am land gët dach vun duerf zu duerf anescht ausgeschwaat . wat bei mir doheem "eise jang" as, dat as an der stad "onse jean". bei eis heiheem setzt een sech ob eng bänk an am möllerdall ob eng bink,am osten "géin ich spaz_ieren " an an der staad:promenéeren".lost eis a rou mat ärem fransiesch .

  • xyz am 24.01.2017 15:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Déi meescht ,wéi ech,schreiwen hei "ohni" grammatik an also "ooni" feeler .ech verstin sie an ech gi verstaanen!fier wat machen d'fransousen esou vill feeler am schreiwen, mat akkoren a konditionellen?ma nömmen well se eng "grammaire" hun an déi fier fransousen ze komlizéiert as!