Glückwunsch nach Weiler – ein Windpark wie aus dem Bilderbuch! Seit einiger Zeit schon liefert er alternativen, umweltschonenden Strom. Die 200 Meter hohen Giganten stehen in respektvollem 1.200-Meter-Abstand zu den wenigen Häusern, die es in den Nachbardörfern gibt – so bleibt den Anwohnern damit vermutlich auch der rotierende Schattenwurf erspart. Auf soliden Fundamenten gebaut, dürften die Windräder auch brennen oder gar umkippen, die Menschen hier wohnen bestimmt in ausreichender Entfernung.

Die flugzeuglärmähnliche Dauerbeschallung? Belästigt auf diese Distanz anscheinend (oder scheinbar?) niemanden, denn Staatssekretär Camille Gira erklärte zur Einweihung: “Bei mir huet nach keen ugeruff, fir sech iwwert de Kaméidi ze beschwéieren!” Alles super demnach in Weiler.

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Schade, dass das angedachte Windpark-Projekt in Oberkorn den Standards nicht gleichermaßen entspricht und deshalb konsequenterweise möglichst rasch vom Tisch muss. Kenner des Standortes wissen um die Einsturzgefahr über den alten Oberkorner Erzgruben (Fotos einiger Riesenlöcher belegen diese Gefahren). Und auf www.oekostroum.lu erläutert es Frank Muller, “Admin. délégué” EMCA, im Werbevideo für den Windpark Weiler allen Zweiflern: Wenn in Belgien und Frankreich der Schattenwurf oft den Menschen bis in die Küche schlug und die Opfer wegen des Windradlärms nachts nicht schlafen konnten, so ist das in Luxemburg nicht der Fall, weil “mär hei Distanze vun 1 bis 1,2 Kilometer hunn”.

Demnach erneut Glückwunsch nach Weiler. Da kann man nur neidisch in Oberkorn sein. Um die 500 Meter zu den ersten Häusern – so nah wollen Investoren hier Windräder errichten. Klarer Fall: Das darf nicht geschehen! Hoffen wir, dass ein solches Projekt an diesem Standort endlich und endgültig ad acta gelegt wird. Hoffen wir, dass in Zukunft viele Windräder an vernünftigen Standorten gebaut werden… wie in Weiler!

Tanja Ferreti, Georges Theis, Oberkorn

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