Ein Beitrag von Alain Gales, Busfahrer und Tageblatt-Korrespondent

Der öffentliche Transport ist in letzter Zeit ständig verbessert und erweitert worden. Die Fuhrparks wurden erneuert, die Streckenführungen erweitert und erneuert, es gibt mehr Fahrten, es wurde mehr Personal eingestellt.

Alles Dinge, die zur Verbesserung des öffentlichen Transportes sicherlich beitragen. Allerdings muss man die Frage stellen, wie sich der öffentliche Transport für die Betreiber und den Luxemburger Staat in Zukunft lukrativ gestalten lässt… Der öffentliche Transport war und ist (bleibt?) finanziell immer in roten Zahlen, eine Änderung ist kaum vorstellbar. In den Zügen der nationalen Eisenbahngesellschaft finden bei allen Fahrten Kontrollen durch den sogenannten Schaffner statt.

In den Bussen der Stadt Luxemburg finden auch Kontrollen statt, auch beim Escher Bussyndikat TICE werden Kontrollen durchgeführt. Allerdings reicht dies bei weitem nicht aus, die immer größer werdenden Zahl von “Schwarzfahrern” zu überführen. Immer mehr Busbenutzer nutzen die mittleren und hinteren Einstiegsmöglichkeiten, um möglichst eine Ticket-Nachfrage des Fahrers zu umgehen. Ein Zwei-Stunden-Ticket beläuft sich auf zwei Euro, ein Tagesticket vier Euro. Zwischen 5 Uhr morgens und 7 Uhr finden gänzlich keine Kontrollen statt – wie auch abends nach 18 Uhr.

Benutzt man so während einem Monat den Bus ohne ein Ticket, so spart man bei ungefähr 20 Arbeitstagen im Monat zwischen 40 und 80 Euro. Falls man dann doch erwischt wird, und das Bußgeld von 150 Euro berappen muss, hat man immerhin einen halben Monat bereits eingespart.

Wenn der öffentliche Transport so hoch im Kurs bei den Politikern steht, warum wird dann nicht versucht, einen “goldenen Mittelweg” zu schaffen? Die Kosten des öffentlichen Transportes schnellen in die Höhe, wer sind denn die leidtragenden Personen, die diese Kosten übernehmen müssen? Der Steuerzahler? Wenn ja, dann ist ja jedermann involviert. Auch diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben, mit Bus oder Bahn zur Arbeit zu kutschieren.

Ein anderes Problem: Immer größere Zahlen von Busnutzern haben sich angewöhnt, den Knopf unmittelbar an der Außenseite der mittleren Türen (oder hinteren Türen) zu betätigen. Dies im Glaube, beim Drücken würden sich die Türen automatisch öffnen. Fehlanzeige: Denn noch immer entscheidet der Fahrer, ob er die Tür mittels Knopfdruck öffnet oder nicht. Im Prinzip öffnen alle Fahrer alle verfügbaren Türen, allerdings erst bei Komplettstillstand des Busses. Übereilige drücken jedoch schon den ominösen Knopf, ehe das Gefährt vollends stillsteht. Also liebe Fahrgäste, Finger weg von den Knöpfen (an denen die Aufschrift “Behinderte und Kutschen”) steht.

An das Transportministerium: Warum dutzendweise Freikarten in Umlauf bringen, nicht genügend Kontrollpersonal einstellen sowie die Fahrer anweisen, jeweils alle Türen bei allen Haltestellen zu öffnen ohne Kontrolle? Mit der Vermehrung von Fahrkartenprüfern/Kontrollern, dem Rückzug von vielen Freikarten könnte man viel Geld einsparen ggf. viel Geld aufgrund von Kontrollen einheimsen.

Oder man entscheidet sich endlich nach vielen Jahren der Diskussion dafür, den ganzen öffentlichen Transport gratis anzubieten. Dies wäre sicherlich die beste Möglichkeit.

Ein anderes Problem betreffend besetzter Bushaltestellen durch Privat- oder Lieferwagen werde ich in Kürze genauestens schildern. Auch dies ist ein leidiges Problem, das von den Verantwortlichen des Ministeriums gänzlich versäumt wird. (Sehr problematisch: Endhaltestelle Esch-Belval Rockhal). Fortsetzung folgt!

2 Kommentare

  1. Ech kommen op dee Lieserbreif vum Haer Kappweiler bet RTL zereck.
    Nach virun engem Joer kruten dei Leit mam RPGH en timber a si konnten gratis mat bus an Zuch fuern.
    Desst Joer kouem keen Timber an dat oueni Virwarnung, also mussen dei Leit sech elo en Abbo vun 440 Euro kaafen resp. soss eng Leisung fannen. Da get gesoot “gid opt Gemeng a frot iech eng Invalidekaart vir den öffentlechen Transport un an no Meient krit der eng Aentwert”. Eng grouesartech Leechtung vun engem Sozialminister.
    An niewebei. Ech fueren schon iwwer 10 Joer matm Bus. Hun emmer eng korrekt M-Kart. An deenen 10 Joer wer 1x eng Kontrol. Wa mer 200 Milliouenen bei den öffentlechen Transport beileen dann geet et op dei 10 Milliouenen Recetten net un. Et muss een och nach den administrativen Opwand rechnen an et mierkt een och ewei d’Caufferen generft gin wann se do Tickeen musse vekafen an hieren Tour net zaitlech packen.

  2. Fouren ganz vill mam Bus,am Süden an an der Stadt,a wèi mengt der dann wou emmer an der Mett an hannen era klammen,,Letzebuerger net,dèi klammen vir eran,do ass de Problem,Letzebuerger bezuelen hieren Tickè,an dèi aner wellen alles vir neischt,si sinn dat schon esou gewinnt dass si alles gratis hun,an et krèint kein Hunn dono,awer de Letzebuerger muss blechen,esou geseit et aus,eng Eler Person mat enger klenger Rent kennt net dolanscht a well sech net an d`Fangeren huele lossen,anerer hun do keng Hemmungen,just am Zuch do sinn d`Kontrollen permanent an ass och gutt esou,an dofir ginn d`Kontrolleren dann och vernannt an zerschloen.

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