Im Leserforum hat sich ein Familienmitglied eines Mamer Einwohners über Probleme bei der Umstellung des Eltrona-TV-Kabelnetzes von analog auf digital beschwert. Diese Umstellung erfolgte am 6. November 2017. Dabei wurde die technisch veraltete Ausstrahlung von analogen Sendern definitiv abgestellt und der zusätzliche Empfang von digitalen, in HD-Qualität ausgestrahlten TV-Sendern ermöglicht.

Der Autor des Leserbriefes behauptet, dass infolge dieser Umstellung bei “hunderten” Haushalten die Bildschirme “schwarz” geblieben seien, das heißt, dass kein TV-Empfang mehr möglich gewesen wäre, obwohl die Bürger doch ihre Anschlussgebühren bei der Gemeinde bezahlt hatten. Dies nennt der Autor des Leserbriefes dann “Betrug” und “Diebstahl”. Er behauptet, dass die Bürger vorher nicht ordnungsgemäß und komplett über die Umstellung informiert worden seien. Man habe den Abonnenten auch nicht mitgeteilt, dass zum Empfang der digitalen Sender ein Kartenleser mit Karte und eine Freischaltung notwendig seien. Der Autor macht hierfür die Gemeindeverwaltung Mamer “voll mitverantwortlich”. Er kritisiert auch noch, dass die von den Problemen betroffenen Bürger vergebens versucht hätten, Erklärungen von der Gemeindeverwaltung und Eltrona zu erhalten.

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Die im Leserbrief erhobenen Behauptungen und Beschuldigungen sind falsch und unbegründet.

  1. Die Gemeindeverwaltung hat keinerlei Befugnisse über das Eltrona-Kabelnetz, dessen Technik, sein einwandfreies Funktionieren und die gesendeten Inhalte. Die Gemeinde erleichtert den Bürgern lediglich die Zahlung des Abonnements durch das Abrechnen der Kosten über die Gemeindetaxen. Anschluss und Abonnement werden aber über einen direkten Vertrag zwischen dem Klienten und Eltrona geregelt. Die Gemeinde ist in diesen Vertrag nicht eingebunden, hat deshalb auch keine vertraglichen Verpflichtungen und trägt keinerlei Verantwortung für Beratung, Information, technische Probleme oder Inhalte des Kabelprogramms.
  2. Zum Empfangen der digitalen Programme braucht man einen HD-Decoder oder ein im Fernseher integriertes Kartenmodul sowie die persönliche Code-Karte. Bei der Einführung dieses Systems hatte die Mamer Gemeindeverwaltung dafür gesorgt, dass Informationsversammlungen für die Bürger abgehalten wurden und dass die Bürger einen Gutschein für einen Decoder erhielten, obschon die Gemeinde, wie schon betont, keine Verantwortung für das Eltrona-Netz trägt. Dies war ein Dienst am Bürger; all jene, die sich mit dem Equipment ausgestattet hatten, waren nicht von Ausfällen betroffen.
  3. Eltrona hatte alle Kunden einige Wochen vor dem 6. November 2017 schriftlich über die anstehende Änderung informiert und ein Faltblatt mit allen Details beigefügt. Für Fragen war die Telefonnummer des Kundenservice angegeben. Die Mamer Gemeindeverwaltung ihrerseits hatte die Information auf ihrer Internetseite veröffentlicht. Die Kunden von Eltrona waren demnach ordnungsgemäß informiert worden.
  4. Es ist falsch, zu behaupten, es hätten sich „hunderte“ Bürger beschwert. In Wirklichkeit erhielt die Gemeindeverwaltung ein knappes Dutzend Anrufe. Dies liegt daran, einerseits, dass die meisten Haushalte bereits seit Jahren einen Decoder für digitales Fernsehen besitzen und, andererseits, dass sich die verbleibenden Haushalte aufgrund der Ankündigungen und Informationen rechtzeitig mit einem Decoder ausgestattet haben. Die wenigen Anrufer wurden an die Eltrona-Kundenservicenummer verwiesen, da allein Eltrona die notwendigen Informationen geben und Instruktionen erteilen kann.
  5. Falls es anschließend, wie der Leserbriefverfasser behauptet, Kommunikationsprobleme mit dem Eltrona- Kundenservice gegeben haben sollte, so kann dafür nicht die Mamer Gemeindeverwaltung verantwortlich gemacht werden.

    Zusammenfassend betont die Gemeindeverwaltung demnach, dass alle im Leserbrief formulierten Vorwürfe und Beschuldigungen an ihre Adresse vollkommen unberechtigt sind.

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