In Ihrem Tageblatt-Artikel „Rosige Zeiten“ vom 28.3.2019 schwärmen Sie überschwänglich von „Luxemburger Fußball-Festtagen“, nachdem unser Team doch tatsächlich mit 2:1 gegen einen anderen Kleinen (Litauen) gewonnen hat.

Und die nachfolgende Niederlage gegen die Ukraine wurde auch noch hochgelobt, weil sie ja nicht so hoch ausgefallen ist (1:2).

Ich bin in meinem 80. Lebensjahr und kann da von ganz anderen Resultaten berichten, von einer Nationalmannschaft mit lauter echten Luxemburgern mit Luxemburger Namen und keinen Ausländern mit Luxemburger Pass, wie das heute teilweise der Fall ist. Ob die alle unsere Sprache und unsere Nationalhymne kennen?

In den 60er-Jahren spielte Luxemburg in der EM-Qualifikation zweimal gegen Holland. Das erste Spiel endete 1:1 und das zweite gewannen wir 2:1, und Holland war draußen!

Im Achtelfinale spielten wir gegen Dänemark 3:3 und 2:2 und im Entscheidungsspiel (in Holland, wo ich dabei war) verloren wir vor 50.000 Zuschauern unglücklich mit 0:1. Sonst wären wir in der Vierer-Endrunde in Spanien dabei gewesen, allerdings war der Spielmodus anders als heute.

Daneben warfen wir auch Portugal in der WM-Qualifikation mit einem 4:2-Sieg raus. Und auch ein 4:1-Sieg gegen Deutschland B unter Sepp Herberger gelang unserer Supertruppe!

René Kirsch, Luxemburg

 

(Das Tageblatt am 31.Oktober 1963)

 

 

4 Kommentare

  1. In Ihrer Jugend, Herr Kirsch, mögen rassistische Aussagen ja zum guten Ton gehört haben, heute jedoch kann man für Beleidigungen, welche “Ausländer mit Luxemburger Pass” den “echten Luxemburgern mit luxemburger Namen ” gegenüberstellen gerichtlich belangt, und unter Umständen – falls man z.B. keine gehörige Altersdemenz vorweisen kann – bestraft werden. Aber wie sagt man so schön: Alter schützt vor Tor/besessen/heit nicht.

  2. Eigentlich hatte ich gedacht, in der Luxemburger Nationalelf würden nur Luxemburger spielen. Es scheint allerdings bei verschiedenen Bürger zwei Klassen Luxemburger zu geben: die echten mit Luxemburger Namen (die reinrassigen?) und die unechten Luxemburger (‘die Ausländer mit Luxemburger Pass’). Klingt fast wie ein Aprilscherz mit einer Woche Verspätung!

  3. Also ich gebe keinem von beiden Recht, aber es gibt ein Gesetz und vor diesem sind ja bekanntlisch alle Luxemburger gleich.
    Wiso darf man sich nicht fragen das da Luxemburger Sportler sind die auf Fragen von Reporter dann auf Französisch oder Englisch oder Deutsch antworten, wenn genau dieses Gesetzt besagt das man um diese Nationallität zu bekommen mindestens ein wenig die Landessprache beherschen muss.
    Oder sind die Gesetze nicht für jeden gleich und für die einen gleicher.
    Gerne lasse ich mich aber belehren.

    • @pierre Wollscheid: Firwat schreiwt Dir Äre Kommentar dann nët op guddem Lëtzebuerjesch? Fir en däitsche Kommentar ze schreiwen, sollt een eijentlëch och e bësschen die däitsch Sprooch beherrschen, aplaaz an all 2ter Zeil 1-2 Fehler ze machen?

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