Zweimal jährlich wird sich in Europa über Sinn und Nutzen der Zeitumstellung von Winter- auf Sommerzeit und zurück geärgert. Es ist weniger das Drehen und Tippen an Uhr oder Wecker, das die Leute aufregt, als vielmehr die durch die Zeitverschiebung ausgelöste Umstellung. Anfangs, in den 1970er-Jahren, nahmen noch alle die halbjährliche Zeitumstellung hin, es sollte ja einer guten Sache dienen, nämlich der Energieeinsparung.

Doch mit der Zeit mochte niemand mehr so richtig daran glauben, dass das gesteckte Ziel damit wirklich erreicht werden würde. Hinzu kamen zunehmende Berichte über Beschwerden bei Mensch und Tier, die, so die Annahme, durch die erzwungene Umstellung auch der inneren Uhr hervorgerufen werden würden.

Längst aber haben sich Lebens- und Arbeitsgewohnheiten der Menschen geändert, hat sich die Technik derart entwickelt, haben sich Produktionsabläufe und Handelspraktiken in einem Maße verändert, dass man kaum noch mit den Annahmen aus den 1970er-Jahren die Praxis der Zeitumstellung heutzutage begründen kann. Der Sonnenschein ist mit oder ohne Sommerzeit ohnehin nicht zu beeinflussen.

Warum eine Mehrheit der EU-Parlamentarier mit der gestrigen Abstimmung in Straßburg dennoch an der Zeitumstellung festhalten wollen, ist schleierhaft, zumal deren Sinnhaftigkeit kaum eindeutig belegt werden kann. Wir sollten ein Experiment wagen: die Umstellung auf Sommerzeit für einige Jahre aussetzen und sehen, was passiert. Macht es keinen negativen Unterschied, wovon auszugehen ist, wäre die Sache geklärt.

9 Kommentare

  1. Gegen die Zeitumstellung aber in andere Länder reisen wo auch die Uhr umgestellt werden muss das ist dann OK.
    Allein in Europa gibt es ja schon verschiedene Zeitzonen, so z.B. Portugal was viele hier wohnende Personen betrifft.

    • Thema nicht verstanden. Es geht nicht um Zeitumstellungen bei Weltreisen,sondern um Lokalzeitumstellung.
      Genau,Herr Kemp.
      Unverständlich,aber vielleicht gestehen die Herren sich nicht gerne ein,dass sie damals eine Fehlentscheidung
      getroffen haben. Nur einige Politiker bringen es fertig innerhalb kürzester Zeit das genaue Gegenteil zu behaupten
      von dem sie vorher überzeugt waren. Die Dame Merkel z.B.

      • @Jacques Zeyen. Auf Ihre primitive Anti-Merkel-Propaganda möchte ich nicht eingehen aber als die Sommerzeit eingeführt wurde war sie noch längst nicht da. Sie heute kann also keine Fehlentscheidungen von damals korrigieren.

        • Primitiv? Beispiele gefällig?
          Pro Atomkraft – Gegen Atomkraft
          Gegen Mindestlohn – für Mindestlohn
          Gegen Rettungsschirm für Griechenland – Für Rettungsschirm
          usw.
          Also nicht so schnell böse werden….

    • Watt ass daat dooten dann erem fier een Verglach…daat wuer erem eppes fier einfach eppes ze schreiwen…jeje…Op der Welt ginn et nun eemol Zeitzonen…an wann een an Asien oder an Amerika reest muss een seng Auer unpaasen…ass jo ganz normal. An Portugal haat nach emmer, emmer, emmer 1 Stonn Ennerscheed zu Europa. Et geet jo hei em d’Fro op et nach Senn mecht mat der Summerzeit an Wanterzeit. An wann et keen Senn mecht soll een et sin loossen. Sou einfach ass et.

  2. Plädiere für ganz jährliche Sommerzeit. Werde knatschig, wenn es im Winter schon um halb fünf duster wird. Im Sommer könnte man nach getaner Arbeit etwas mehr die Sonne genießen, wenn sie denn mal scheint 🙂

  3. Die Sommerzeit sollte man lassen. Wenigstens geschäen weniger Unfälle. Eien Stunde heller wenn man müde und unkonzentriert ist würde viel helfen. Aber den Versicherungen ist das ja sowas von scheiiegal. Mehr Ausgaben einfach Prämien erhöht. Aber Leute die durch Unfälle Krüpel bleiben nicht. Wozu wird dieses Parlament gebraucht.

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